142 Wodka Shots

Matt Wilkinson ist der Mann der Stunde. Mutierte des Ex-Partyboy doch zum ernsthaften Superathleten und gewann am Sonntag mit dem Rip Curl Pro Bells Beach schon den zweiten WSL-Tourstopp in Folge. Das Feiern hat Wilko aber anscheinend nicht ganz aufgegeben.


Niemand weiß genau, was passiert ist. Sieben Jahre surft Wilko schon auf der Pro-Tour, und sieben Jahre gewann er nicht einen Wettkampf. Dann kam 2016, und Wilko gewinnt in Snappers den ersten Stopp und nun in Bells gleich noch den zweiten hinterher. Erfolge, die noch besser klingen, wenn man sich ansieht, wen Matt auf dem Weg zum Sieg aus dem Weg räumen musste: Jordy Smith, Julian Wilson, Filipe Toledo, Adriano De Souza, Taj Burrow, Kelly Slater und einige Schwergewichte mehr. Klar ist nur, dass Wilko seit letztem Herbst auf die Unterstützung von Glenn Hall als Coach zählt, plötzlich ein paar Kilo verloren hat, viel beweglicher wirkt und die Wellen viel vertikaler attackiert. Was Glenn also auch mit Matt anstellen mag, es scheint zu wirken.

Die Highlights von Wilkos Weg zum Sieg.
Was Glenn allerdings von Wilkos Sonntagabend hält, wissen wir nicht. Da gingen bei seiner Siegesfeier nämlich 142 Stamperl Wodka, 70 Tequila, 60 Schnaps, 68 Bier und eine Menge mehr über den Tresen. Zum Glück war Fotograf Corey Wilson dabei und ergatterte ein Bild der Abrechnung (hier gibts den Paparazzi-Schuss). Oder genauer einem Teil der Abrechnung, die sich bis zum Bildrand auf 4.782 Dollar belief. Eine stattliche Summe, die aber bei dem für den Sieg erhaltenen Preisgeld von 100.000 Dollar kaum ins Gewicht fällt.

So sehen Sieger aus.
So sehen Sieger aus.

Am Freitag geht’s dann schon weiter an der Westküste Australiens mit dem dritten WSL-Tourstopp in Margaret River. Dann wird Wilko plötzlich einer neuen Herausforderung gegenüberstehen. Denn nun ist er der Favorit, auf dem der Druck der Erwartungen liegt. Wir bleiben dran.