5 Gründe, wieso du „Heavy Water“ unbedingt sehen solltest

Am 25. September ist es endlich soweit: Der südafrikanische Regisseur Michael Oblowitz stellt beim San Sebastian Film Festival sein neuestes Werk vor! „Heavy Water“ ist ein Dokumentarfilm über Big-Wave-Charger Nathan Fletcher, der in seinem Leben schon einiges erlebt und überlebt hat. Wer nicht bei der Weltpremiere dabei sein kann, muss sich zwar noch etwas gedulden, bis der Film in die europäischen Kinos kommt, aber das Warten lohnt sich. Wieso? Aus fünf verdammt guten Gründen:

1. Erinnerst du dich noch an dieses Monster, das Nathan Fletcher 2011 während des Code Red in Teahupoo surfte? Eine einzige Welle, die ihm 60.000 US-Dollar und drei Billabong XXL Awards auf einmal bescherte: Ride of the Year, Monster Tube und Best Performance. In „Heavy Water“ bekommst du solche Wellen in Spielfilmlänge präsentiert!

2. Michael Oblowitz ist dafür bekannt, bei seinen Filmen nie ein Blatt vor den Mund zu nehmen. So räumte sein letzter Surffilm Sea of Darkness zwar weltweit Preise bei Filmfestivals ab, kam aber aus mysteriösen Gründen nie in die Kinos. Vielleicht weil Oblowitz darin so schonungslos ehrlich dokumentiert, wie einige, heute nicht ganz unbekannte Surfer in den 70er Jahren ihren Traum vom Leben im indonesischen Paradies mit Drogenschmuggel finanzierten. „Heavy Waters“ hat ähnliches Potential: Zwar geht es nicht um Drogen und Kriminalität, dafür aber um den Kampf um Leben und Tod auf dem offenen Meer.

3. Du denkst, alle Big-Wave-Surfer sind gestählte Athleten, die nichts anderes tun, als minutiös ihrem Trainingsplan folgen und sich auf den nächsten Monsterritt vorzubereiten? „Heavy Water“ beweist das Gegenteil. „Alles Gute in meinem Leben ist aus Versehen passiert“, gab Nathan Fletcher einmal zu, den Regisseur Oblowitz übrigens als eine Mischung aus „Marlboro Man und Bob Dylan“ beschreibt. Und sein Vater Herbie Fletcher meinte auf die Frage, wie sich Nathan auf großen Surf vorbereitet: „Vorbereitung? Nathan? Nein, das macht er nicht. Einmal riet ich ihm, sich für Teahupoo eine neue Rettungsweste zu kaufen, weil sie sich mit der Zeit abnutzt. Das tat er zwar auch, aber nur um sie dann jemand anderem zu schenken und seine alte Weste zu tragen.“

4. In „Heavy Water“ geht es nicht nur um Nathan, sondern auch um seinen Großvater. „Ja und?“, denkst du jetzt. Aber wusstest du, dass Walter Hoffman in den 50er Jahren gemeinsam mit seinen Kumpels Buzzy Trent und Woody Brown einer der ersten Surfer war, die Makaha bei 20 Fuß surften? Eben.

5. „Nathan became the gnarliest big wave surfer that anybody had ever seen“, heißt es an einer Stelle im Film. Wenn du „Heavy Water“ gesehen hast, verstehst du, warum.

„Heavy Water“, Weltpremiere, 25. September 2015, 24 Uhr, San Sebastian Film Festival/ Savage Cinema, www.sansebastianfestival.com