Es ist wieder soweit: Die Surfwelt schrumpft auf einen kleinen Fleck namens Hawaii zusammen und zieht wahre Pilgerscharen von Surfprofis aus der ganzen Welt an. Manche werden in Pipeline um den Weltmeistertitel kämpfen, andere riesige Brecher in Waimea reiten und alle zusammen für ein paar actiongeladene Wochen sorgen. Wir bleiben am Ball.

Klar war, dass…
am vergangenen Mittwoch John John Florence der Mann des Tages sein würde. Denn nichts wurde am North Shore mit mehr Spannung erwartet als die Premiere von John Johns Film „View From a Blue Moon“, und es sah dann auch so aus, als ob sich die gesamte North-Shore-Szene auf dem Rasen einer Grundschule vor der Leinwand versammelt hätte. Ein passender Ort übrigens, da circa 50 Prozent des Publikums selbst noch schulpflichtig waren. Zu sehen gab es dann 59 Minuten, die etwa zwei Millionen Dollar gekostet haben, für die sechs Hubschrauber, ein Flugzeug und eine Drohne im Einsatz waren, circa 60 Surfboards brachen und knapp 80 Flugtickets gebucht wurden. Wen das noch nicht überzeugt, den Film anzuschauen (alle Kinotermine hier), der sollte sich diesen Air ansehen und dann seine Meinung ändern.

Jeder wollte ihn sehen und keiner wurde enttäuscht.
Jeder wollte ihn sehen und niemand wurde enttäuscht

Überrascht war…
Kelly Slater. Allerdings nicht von Hawaii, sondern vom Internet oder genauer von dem Shitstorm, der über ihn hereinbrach. Wie ihr vielleicht wisst, wurde für einen guten Zweck ein Surftrip zusammen mit Kelly Slater und Shane Dorian nach Fidschi verlost. Es ging auch alles gut, bis Kelly die Gewinnerin bekannt gab. Denn die surft nicht, und so sah sich jeder Internettroll (der wohl auch gerne den Trip gewonnen hätte) gezwungen, seinem Missfallen Ausdruck zu geben.

Kelly Slater mitten im Shitstorm.
Kelly Slater mitten im Shitstorm

Flach war…
der Ozean. Und zwar so flach, dass die Surfforecast-Seiten tatsächlich von „flat“ sprachen. Klar dass bisher der Hawaiian Pro Contest (der erste Event der Vans Triple Crown of Surfing) nicht starten konnte. Das ändert sich allerdings am Mittwoch, da springt nämlich die Vorhersage von „flat“ auf „12 Fuß“. Im Gegensatz zum Pazifik rund um Hawaii war der Atlantik ganz und gar nicht flach. Vielleicht der Grund, warum sich North-Shore-Local und Big-Wave-Surfer Kohl Christensen auf nach Nazaré gemacht hat.

Kohl Christensen geht im Atlantik fremd. Hoffentlich war ihm das Wasser nicht zu kalt.
Kohl Christensen geht im Atlantik fremd. Hoffentlich war ihm das Wasser nicht zu kalt…
Beim Rückflug ist Kohls Boardbag auf jeden Fall leichter.
Beim Rückflug ist Kohls Boardbag auf jeden Fall leichter

Motiviert war…
das Volcom-Team. Das hat nämlich bereits vor Wochen das berühmte Volcom-Haus bezogen und sich schon einmal warm gesurft. Anfang November gab es noch ein paar gute Tage in Pipeline und Backdoor, bevor dem Ozean der Saft abgedreht wurde. Und so sieht es aus, wenn das Volcom-Team an der North Shore einfällt und sowohl im als auch außerhalb des Wassers Gas gibt:

Problematisch war…
die Anreise für alle – wie immer. Denn die Wellen in Hawaii sind solche Boardeater, dass man besser etwas Ersatz mitnimmt. Nur wie soll das gehen? Matt Wilkinson war zumindest ratlos, ist aber inzwischen auf Hawaii eingetroffen.

Ob Matt Wilkinson auch alle Boards mit nach Hawaii bringen konnte, wissen wir nicht.
Ob Matt Wilkinson auch alle Boards mit nach Hawaii bringen konnte, wissen wir nicht

Voller Erwartung ist…
Dane Reynolds. Zumindest lässt sein neuestes Board darauf schließen, dass er diesen Winter mit dicken Wellen rechnet.

Dane Reynolds unterwegs in neuer Mission?
Dane Reynolds unterwegs in neuer Mission?