Es ist wieder soweit: Die Surfwelt schrumpft auf einen kleinen Fleck namens Hawaii zusammen und zieht wahre Pilgerscharen von Surfprofis aus der ganzen Welt an. Manche werden in Pipeline um den Weltmeistertitel kämpfen, andere riesige Brecher in Waimea reiten und alle zusammen für ein paar actiongeladene Wochen sorgen. Wir bleiben am Ball.

Flach war’s…
…richtig flach sogar, bis auf einen kurzen Swell, der Pipeline am 18. und 19. November zum Leben erweckte, und natürlich war dann jeder im Wasser:

Jetzt kommt…
…aber wieder Swell und das nicht zu knapp. Heute geht’s los mit „Overhead bis Double Overhead“, Samstag, Sonntag und Montag dann „Double Overhead bis Triple Overhead“. Es werden also Wellen von bis zu 18 Fuß erwartet und das könnte eine gute Show für den Vans World Cup of Surfing in Sunset abgeben, den zweiten Contest der Vans Triple Crown of Surfing.

Trainingsmäßig kennt…
…auf Hawaii einer gerade keine Grenzen: Adriano de Souza. Der Brasilianer trainiert seit er auf der Insel angekommen ist Tag für Tag wie ein Wilder, sei es seine Grenze im Luftanhalten, seine Fitness oder sein Surfen. Wenn jemand „commited“ ist, sich dieses Jahr den Weltmeistertitel bei den Pipe Masters zu sichern, dann Adriano.

Adriano-de-Souza-Apnoe
Egal ob Apnoetraining…
Adriano-de-Souza-Fitness
…oder Balancetraining – Adriano nutzt jede Minute, um seinen Körper in eine fein getunte Hochleistungsmaschine zu verwandeln.

Komplett entgegengesetzt…
…erscheint Mick Fannings Vorbereitung auf den Show-Down um die Weltmeisterkrone in Pipeline. (Zur Erinnerung: Mick Fanning, Adriano de Souza, Gabriel Medina, Julian Wilson, Owen Wright und Filipe Toledo können alle noch den Titel holen – so eng war das Rennen noch nie!) Er reiste erst gestern ganz gemütlich per First Class an. Ab dem 8. Dezember geht’s dann in Pipeline los.

Mick Fanning lässt es in Sachen Hawaii ruhig angehen.
Mick Fanning lässt es in Sachen Hawaii ruhig angehen.

Überraschend war…
…das Ergebnis des Hawaiian Pro, mit dem die Vans Triple Crown of Surfing letzte Woche begann. Denn auf dem Siegerpodest stand ein Surfer, dessen Name wir noch nie zuvor gehört hatten: Wade Carmichael. Noch dazu hat dieser Unbekannte im Finale auch noch Filipe Toledo geschlagen und das in kleinen Wellen, in denen der Brasilianer ja als quasi unschlagbar gilt. Vielleicht sehen wir Wade nächstes Jahr auch noch öfter. Denn der 23-jährige Australier, der als Lifeguard und Fischer jobbt, um sich seine Surfkarriere zu finanzieren, könnte die Qualifikation für die WSL-Tour 2016 schaffen. Gerade ist er durch seinen Sieg in der Qualifikationsrangliste von Platz 53 auf Platz 13 nach oben geklettert. Wenn er beim Vans World Cup of Surfing in Sunset nur ein oder zwei Heats übersteht, hat er die Qualifikation so gut wie in der Tasche.

Ein langhaariger Australier ist die Cinderella-Story aus Hawaii: Vom Nobody zum Surfstar mit nur einem Sieg.
Ein langhaariger Australier ist die Cinderella-Story aus Hawaii: Vom Nobody zum Surfstar mit nur einem Sieg!

Und zum Schluss…

…der Start des North-Shore-Wahnsinns in Videoform zusammengefasst: