In Großbritannien gibt es einen Mann, der will die größte Welle der Welt reiten. Letzten Winter dachte er, dass er sie weit vor der Küste Irlands finden würde.

Wo ist das?

Irgendwo im Atlantik vor der Küste Irlands. So weit draußen, dass du auf einem Jetski 45 Minuten bis zu dem Spot brauchst. Dass hier eine Welle bricht, ist auch beinahe ein Wunder. Denn eigentlich ist das Meer hier tief, richtig tief. Doch an einer Stelle ragt dieser Felsendorn aus der Tiefe auf und schafft ein seichtes Riff, über dem sich Wellen mitten im Ozean aufbauen und dann brechen.

Wer im Winter in Irland surft, darf kein Problem mit Kälte haben.
Wer im Winter in Irland surft, darf kein Problem mit Kälte haben. Credit: Olaf Pignataro/ Red Bull

Wer ist das?

Andrew Cotton, ein Big-Wave-Surfer aus England, der sein Leben dem Ziel verschrieben hat, die größte Welle der Welt zu reiten. 2013, an einem extrem kalten Januartag, war er mit ein paar Freunden auf einem Boot zum ersten Mal an diesem Spot. „Was ich an diesem Morgen sah, war unglaublich“, erinnert sich Andrew. „Sicher ein paar der größten Wellen, die ich je gesehen habe. An diesem Tag wollte ich keine der Wellen haben, aber ich erkannte, dass dieser Spot das Potential hat, gigantische Brecher zu produzieren. Aber man muss vorbereitet sein. Denn dieser Ort ist brutal, total isoliert, weit ab vom Schuss und extrem gefährlich.“ Letzten Winter hatte Andrew dann nach drei Jahren die gesamte Logistik für eine Big-Wave-Mission aufgebaut und wollte den ganzen Winter lang auf den größten Swell warten.

Um sich seinen Traum zu finanzieren arbeitet Andrew auch als Klemptner oder Lifeguard.
Um sich seinen Traum zu finanzieren, arbeitet Andrew auch als Klemptner oder Lifeguard. Credit: Olaf Pignataro/ Red Bull

Hat er die größte Welle der Welt gefunden?

Nein. Die Swells diesen Winter im Atlantik waren viel kleiner als im jahrelangen Durchschnitt. Andrew surfte zwar seinen Spot, aber die Wellen erreichten wohl nur etwa 30 Fuß. „Klein“, meint Andrew. „Wir haben eigentlich mit der doppelten Höhe gerechnet.“

"Diesen Winter waren die Wellen einfach zu klein", lautet Andrews Fazit.
„Diesen Winter waren die Wellen einfach zu klein“, lautet Andrews Fazit. Credit: Jorge Leal/ Red Bull

Kommenden Winter will sich Andrew aber wieder auf die Lauer legen und auf den Tag der Tage warten. Von seiner Big-Wave-Mission im vergangenen Winter gibt es auch eine Dokumentation. Den Trailer dazu findet ihr hier.

Und hier geht’s zur Friday Evening Wave von letzter Woche nach G-Land auf Java.