Die Tube, die es nicht hätte geben dürfen

Eine Bells-Barrel ist vergleichbar mit einem runden Quadrat – beides existiert nicht. Oder besser: Existierte nicht, bis Mason Ho hinter der herabfallenden Lippe verschwand…


Es war im…

zweiten Heat des Morgens beim Rip Curl Pro, als Mason Ho gestern in Bells Beach gebarrelt wurde, wo sonst niemand gebarrelt wird. Er holte damit zwar die höchste Punktwertung (8.70) des Heats in Runde 4 gegen Matt Wilkinson und Wiggolly Dantas, konnte aber keine zweite gute Welle finden und verlor schließlich.


Sehenswert war…

aber eigentlich jeder Ritt, denn Bells Beach sah im Morgengrauen genau so aus, wie ein Grafikdesigner einen perfekten Pointbreak dargestellt hätte: Lines, die wie am Schnürchen gezogen über das Riff laufen. Trotzdem war bei den Männern nach nur sechs Heats Schluss. Es wurde gesagt, dass die Flut zu hoch gekommen wäre und die Wellen nicht mehr laufen würden. Aber eigentlich ist jedem, der den Swellausblick von gestern gelesen hat, klar, dass die Organisatoren auf einen finalen Showdown samt Monsterswell setzen. Ein riskantes Spiel, aber wenn es aufgeht, werden alle noch lange von diesem Tag sprechen.

Bei den Ladys…

war dafür gestern schon das Finale angesetzt. Es wäre auch wirklich ein Jammer gewesen, wenn sie die perfekten Bedingungen nicht genutzt hätten. Am Ende war es Courtney Conlogue, die die Glocke läuten durfte, während sie mit Champagner duschte.