Die WSL-Worldtour steuert auf das Highlight des Sommers zu. Am 19. August startet der Billabong Pro in Tahiti am wohl furchteinflößendsten Spot des ganzen Jahres: Teahupoo. Doch wie werden die Wellen sein? Wir haben recherchiert.

Was macht diesen WSL-Tourstopp so besonders?

Teahupoo aka Choppes aka der Spot am Ende der Straße ist einfach ein Freak von einer Welle. Bei einem großen Swell treffen die Lines so abrupt auf das flache Korallenriff, dass den Wellen buchstäblich der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Die heranrollenden Berge aus Wasser geraten ins Stolpern und formen dabei ein Face, das eher an einen senkrechten Wasserfall mitten im Meer erinnert als an eine brechende Welle. Kein Wunder, dass selbst die besten Surfer Respekt haben, sich diese flüssige Steilwand hinabzustürzen. Aber genau diese Kraftdemonstration der Natur macht den Contest in Teahupoo auch zur Show für den Zuschauer. Denn hier geht es nicht um feine technische Details bei der Ausführung eines Airs oder Turns. Hier geht es darum, den Mut zu haben in die größte Setwelle zu paddeln und sich mit dem Spot aus einer der flüssigen Kavernen hinausschießen zu lassen.

Teahupoo: Eine Welle wie ein Wasserfall.
Teahupoo: Eine Welle wie ein Wasserfall.

Wie werden die Wellen sein?

Es wird wohl keine XXL-Show geben. Tatsächlich sieht es eher nach relativ kleinen Surfbedingungen aus. Am Freitag zum Start schwappen wohl nur hüfthohe Wellen über das Riff. Samstag und Sonntag wird der Swell schon kopfhoch werden, und wir glauben, dass der Contest dann auch mit Runde  1 beginnt. Denn auch der Ausblick danach bleibt etwas mau. Aber am 23. und 24. August trifft der nächste Swell mit wiederum kopfhohen Wellen ein – der wohl zugleich auch letzte der Waiting Period.

Bei den Trials, die übrigens Bruno Santos gewann, sahen die Wellen so aus. Ähnlich wird es wohl bei dem Contest zugehen.
Bei den Trials am vergangenen Wochenende, die übrigens Bruno Santos gewann, sahen die Wellen so aus. Ähnlich wird es wohl auch bei dem Contest zugehen.

Wie und wann kann ich zusehen?

Das Zeitfenster des Billabong Pro Tahiti läuft vom 19. bis zum 30. August. Wie erwähnt tippen wir, dass die ersten Heats am Samstag stattfinden. Die Zeitverschiebung ist für uns mit 12 Stunden gar nicht so schlecht bzw. ideal für Leute mit Einschlafschwierigkeiten. Denn wenn in Teahupoo um 8 Uhr morgens die Wellen gecheckt werden, ist es in Deutschland schon 20 Uhr. Wenn es dann losgeht, dauert der Contest bis tief in die Nacht.

Den Livestream gibt es hier, sobald der Contest „on“ ist.

Es wird spannend für Wilko

Denn für Matt Wilkinson geht es um die Führung in der Rangliste. Anfang des Jahres gewann der Australier ja zur Überraschung der gesamten Surfszene die beiden ersten Contests in Australien und liegt seitdem auf Platz 1. Niemand weiß genau, wie er das gemacht hat, schließlich konnte er vorher nie einen Contest der WSL-Tour für sich entscheiden. Nun wird es aber ernst, denn Wilko ist nicht als Tuberider bekannt, und in Teahupoo geht’s um nichts anderes. Dafür sind seine Verfolger auf Platz 2 und 3 aber als wahre Barrelmeister bekannt: John John Florence und Gabriel Medina. Wird Wilko sich gegen die beiden wehren können? Warten wir’s ab.

Im Mai in Fidschi konnte Matt Wilkinson wieder alle überraschen, als er plötzlich auch in der Tube aufdreht. Wird Wilko das in Tahiti wiederholen können?
Im Mai in Fidschi konnte Matt Wilkinson wieder alle überraschen, als er plötzlich auch in der Tube aufdrehte. Wird Wilko das in Tahiti wiederholen können?

Was wir sonst noch an Teahupoo lieben…

sind die Wipeouts. Denn nirgendwo verursachen die Abgänge mehr Gänsehaut als am Ende der Straße.

Kleine Wipeout-Horrorshow vom Contest 2014, als die Wellen ziemlich aufdrehten. Den Start macht übrigens Matt Wilkinson.

Was wir noch mehr an Teahupoo lieben…

sind die perfekten Ritte, die es hier manchmal zu sehen gibt.

Kleine Kollektion der besten Ritte, die es während der Contests in Teahupoo zu sehen gab.