Cloudbreak und der Monsterswell

Alle wussten, dass am Montag der Monsterswell in Fidschi eintrifft. Daher waren bei Sonnenaufgang auch schon einige Boote voller Surfer im Channel von Cloudbreak. Was sich dann dort abspielte, erfahrt ihr in unserer Monsterswell-Gallerie.

1. Die Erwartungen waren groß

Der Monsterswell von 2012 sah in Cloudbreak so aus. Was würde der Monsterswell 2016 bringen?

Niemand wusste genau, wie mächtig der Swell in Cloudbreak ausfallen würde. Manche sagten aber Wellen voraus, die sogar die Riesenswells von 2011 und 2012 übertreffen würden.

2. Sonnenaufgang

Der erste Blick im Morgengrauen.

Montagmorgen, 6.55 Uhr in Fidschi (= gestern 18.55 Uhr am frühen Sonntagabend in Deutschland), können die Surfer endlich mit eigenen Augen sehen, was der Ozean ihnen zu bieten hat. Wohlgemerkt sollte der Swell erst am Mittag sein Maximum erreichen.

3. Nahtoderfahrung zum Start

Aaron Gold kam anscheinend nochmal mit dem Schrecken davon.

Unter den ersten Surfern im Wasser war auch Aaron Gold, der diesen Winter in die größte Welle aller Zeiten paddelte. In Cloudbreak stellte sich das Schicksal allerdings gegen Aaron. Gegen 8 Uhr morgens machte er einen Takeoff auf einem 8-Fuß-Brecher, stürzte hart und wurde erst in der Lagune hinter dem Riff wieder gesehen. Niemand weiß, ob Aaron von zwei oder sogar drei Wellen unter Wasser gehalten wurde. Als ihn ein Jetski erreichte, trieb er mit dem Kopf unter Wasser und ohne Bewusstsein in den Wellen. Andere Surfer begannen sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen, während das Boot auf Tavarua zuhielt.  Anscheinend kam Aaron auch recht schnell wieder zu Bewusstsein und konnte an Land wieder sprechen und auch aus eigener Kraft gehen.

4. Kurze Ruhepause

Der Vormittag brachte die besten Surfbedingungen. Manche Wellen mutierten zu wahren „Growern“, die über dem Riff immer größer und hohler wurden.

Es dauerte etwa eine Stunde, bis die Schrecksekunde nach Aarons Wipeout verdaut war. Dann paddelten wieder die ersten Surfer in den bis dahin für 60 Minuten komplett leeren Lineup. Inzwischen rollten Wellen von 10 Fuß über das Riff.

5. Freaks zur Mittagszeit

Das alte Katz-und-Maus-Spiel mit dem Ozean bleibt eben einfach immer spannend. Vor allem wenn man weiß, dass immer größere Sets erwartet werden.

Wie versprochen drehte der Swell gegen 12 Uhr nochmal richtig auf. Etliche Surfer wurden von den Freaksets „inside“ erwischt und hatten keine andere Chance mehr, als so tief zu tauchen wie nur möglich. Aber es wurden auch die besten Wellen des Tages geritten.

6. Der Wind macht den Spielverderber

Shaun Lopez, der Neffe von Gerry Lopez, auf einer der Bomben am Vormittag. Credit: WSL

Gegen 14 Uhr kam Wind auf und machte die Surfbedingungen immer unberechenbarer. Bis dahin waren circa 20 Surfer im Lineup, jetzt paddelte aber einer nach dem anderen zu den Booten zurück. Aus gutem Grund, denn jede falsch eingeschätzte Welle hatte schmerzhafte Konsequenzen zur Folge. Einige wenige trotzten aber auch weiterhin den Bedingungen und nahmen das zunehmende Risiko für einen guten Ritt in Kauf.