Am 10. März starten die besten Surfer und Surferinnen beim Quiksilver und Roxy Pro Gold Coast in Snapper Rocks in die Wettkampfsaison 2016. Doch wie werden die Wellen sein?

Wie waren die Surfbedingungen in den letzten Wochen?

Kurz: Der Wahnsinn. 14 Tage am Stück schälten sich perfekte Wasserzylinder über die Superbank und spendierten Tubesections ohne Ende. Den inoffiziellen Rekord schaffte ein Surfer mit sieben Barrels während eines einzigen Ritts.

Kurze Zusammenfassung der Ausnahmebedingungen von Mick Fanning.

Ist die Superbank immer noch so super?

Kurz: Nein. Die Superbank ist nur noch ein Schatten ihrer selbst. Der Ansturm eines mächtigen Swells nach dem anderen hat die Bank, die vor einem Monat noch aufs Sandkorn genau designt erschien, regelrecht in einen Flickenteppich verwandelt. Hinter den Felsen, wo die tiefsten Takeoffs möglich sind, gibt es „gar keinen Sand mehr“, sagen gut informierte Kreise aus dem WSL-Umfeld. „Und der Rest der Sandbank ist voller Löcher. Es sieht richtig schlecht aus.“ Die Perfektion der letzten Wochen gehört also wohl der Vergangenheit an. Normalerweise wäre das allerdings kein Problem. Die Superbank ist ja schließlich von Menschenhand geschaffen und mit eigenen Sandpumpen ausgestattet. Tatsächlich würde es wohl reichen, die Sandpumpen ein, zwei Tage laufen zu lassen, um die Superbank wieder super zu machen. Wenn da nicht ein kleines Problem wäre. Damit sich der frisch herangepumpte Sand auch richtig verteilt, ist man auf die Hilfe eines Swells aus Süden angewiesen. Nur leider ist kein Südswell in Sicht, und damit sind die ganzen schönen Sandpumpen nutzlos.

Wird es dann wenigstens große Wellen geben?

Kurz: Nein. Bislang ist auf den Wetterkarten nichts zu erkennen, was nach mehr als 3- oder 4-Fuß-Windswell aussieht.

Ein typischer Ritt über die Superbank wähend der letzten Wochen: Länge 218 Meter, Tempo 35 km/h, 5 Turns.
Ein typischer Ritt über die Superbank wähend der letzten Wochen: Länge 218 Meter, Tempo 35 km/h, 5 Turns.

Was haben die Organisatoren des Quiksilver Pro verbrochen, dass sie solches Pech haben?

Kurz: Wir wissen es nicht. Aber das Timing erscheint wirklich so, als ob der Contest verflucht worden wäre. Wenn der Wettkampf nur 14 Tage vorher angesetzt gewesen wäre, hätte es der Contest des Jahres werden können. Und letztes Jahr lief es genauso: Magische Sessions vor Beginn und dann maximal brusthohe Wellen, sobald es losging. Huey steht wohl nicht auf Wettkampfsurfen.

Als die Wellen am Feuern waren, wurden die Zelte für den Contest (im Hintergrund zu sehen) erst aufgebaut.

Hier geht’s zu Countdown to Snappers – Teil 1: Die Boards

Hier geht’s zu Countdown to Snappers – Teil 2: Das Geld

Hier geht’s zu Countdown to Snappers – Teil 3: Die Surfer