Melissa und Petra bloggen seit Jahren für indojunkie.com und wissen wirklich alles über Bali. Wir haben sie nach den besten Tipps für einen Surftrip auf die Insel gefragt und wollten mehr über ihren Plan für ein Surfbuch über Bali erfahren.

Wie viel Zeit habt ihr insgesamt schon auf Bali verbracht?

Melissa: Insgesamt müssten es nun fast zwei Jahre sein, die ich in Indonesien verbracht habe. Ich komme seit 2010 jedes Jahr wieder – mal für einen Monat, mal für drei, mal für ein halbes Jahr. Mittlerweile spreche ich sogar die Sprache. Mit dem Surfen haben Petra und ich aber erst 2015 auf Bali angefangen.

Melissa, 26, an ihrem Lieblingsspot Medewi. Über sich selbst meint sie: "Ich bin selten länger als drei Monate an einem Ort."
Melissa, 26, an ihrem Lieblingsspot Medewi. Über sich selbst meint sie: „Ich bin selten länger als drei Monate an einem Ort.“

Woher kam die Idee, einen Surfguide über Bali zu schreiben?

Melissa: Petra und ich haben ja bereits zwei Bücher über Indonesien herausgebracht. Nun hatten wir Lust auf ein ganz neues Thema. Es gibt zwar auch schon einige Surfguides über Bali, aber kein richtiges Surf-Reise-Buch. Diese Lücke wollen wir nun füllen. (Momentan läuft hier die Crowdfunding-Kampagne, um „Surf Bali – On the Waves & Inside Indonesia“ zu realisieren. Und mehr Infos über das Buchprojekt bekommt ihr hier.)

Was ist das Beste an Bali für einen Surfer?

Petra: Das türkisblaue, warme Wasser, die große Auswahl an Surfspots und die großartige Infrastruktur für Surfer. Mit einem Roller, einem Surfrack und einem Surfboard kannst du hier die Zeit deines Lebens haben. Jeder Spot hat seinen eigenen Flair, sei es der kleine Piratenstrand Balangan, das Hippie-Paradies Bingin oder die Hipster-Ecke Batu Bolong. Es wird einem einfach niemals langweilig auf der kleinen Insel. Noch dazu gibt es günstige Massagen für die müden Paddelmuskeln und eine gigantische Küche mit Soul-Food für Surfer. Ach ja, und die Preise zum Leben sind natürlich unschlagbar. Und dann wäre da noch die faszinierende Kultur der Balinesen, die man in jeder Ecke der Insel spürt.

Petra, 32, lebt in Berlin und sagt über Bali: "Wer einmal hier war, kommt immer wieder zurück." Sie selbst ist dieses Jahr auch noch einmal dort.
Petra, 32, lebt in Berlin und sagt über Bali: „Wer einmal hier war, kommt immer wieder zurück.“ Sie selbst ist dieses Jahr auch noch einmal dort.

Was ist das Schlechteste an Bali für einen Surfer?

Petra: Vermutlich die Crowds im Wasser. In der Hochsaison kann es ganz schön voll im Lineup werden. In der Regenzeit ist das Wasser dann leider sehr verschmutzt, und statt vielen Surfern findest du vor allem Müll im Lineup.

Gibt es etwas, das wirklich niemand auf Bali verpassen sollte?

Melissa: Die Bukit-Halbinsel. Die Gegend hat ihren ganz besonderen Flair. Hier spürt man die Magie des Surfens an jeder Ecke. Und die Partys hier darf man auch nicht verpassen. Gute Beachpartys gibt es im Cashew Treez, im Single Fin, am Thomas Beach und am Padang Padang Beach.

Die Bukit-Halbinsel mit ihren Spots darf sich kein Surfer entgehen lassen.
Die Bukit-Halbinsel mit ihren Spots darf sich kein Surfer entgehen lassen. Mehr Surftipps für Balireisende gibt es hier bei indojunkie.

Schon mal von einem Affen im Uluwatu-Tempel beklaut worden?

Melissa: Im Uluwatu-Tempel noch nicht. Aber an einem dieser magischen Morgen im „Bali Rocks Homestay“ (direkt gegenüber der Impossible-Welle – leider ist dieses authentische Homestay 2016 abgebrannt und befindet sich derzeit im Wiederaufbau) bin ich aus der Dusche gehüpft und wurde von einem Affen fauchend begrüßt. Er ließ mich einfach nicht an sich vorbei. Schreiend lief ich zurück in die Dusche und musste warten, bis die Luft rein ist. Für solche Fälle haben die Besitzer der Homestays auch immer eine Steinschleuder rumliegen, denn diese kleinen Äffchen können ganz schön frech werden und haben von unserem Nachbarn sogar die externen Speaker geklaut – wohl für eine Affen-Party am Strand.

Welche Tipps würdet ihr einem Surfer geben, der sich auf einem gemieteten Scooter mit Boardrack in den Verkehr stürzt?

Petra: Miete dir am besten einen Scooter, bei dem du das Boardrack einklappen kannst, falls du dein Board mal nicht dabei hast. Ansonsten das Board immer mit den Finnen nach innen anbringen. Es gab bereits Unfälle mit Personen, die beim Vorbeifahren durch die herausstehenden Finnen verletzt wurden. Außerdem nicht so viel Überholmanöver im engen Traffic und wenn, nur links von den Autos an den Schlangen langsam vorbei drängeln. Reisende sollten immer einen Helm tragen – auch wenn nur wenige Surfer sich daran halten.

Scooter samt Boardrack sind ideal für die Wellensuche - der Verkehr auf Bali ist leider das Gegenteil.
Scooter samt Boardrack sind ideal für die Wellensuche – der Verkehr auf Bali ist leider das Gegenteil.

Auf der nächsten Seite geht es um Lieblingsspots und Tagesbudgets.