Der Showdown des Jahres

Heute Nacht gab es in Runde 4 und 5 vom Fiji Pro ohne Frage die besten Wellen des ganzen Jahres auf der Worldtour zu sehen. Des bisherigen Jahres wohlgemerkt, denn schon in der kommenden Nacht werden wir noch bessere Surfbedingungen zu sehen bekommen.

Wer war der Star der Nacht?

Eindeutig Cloudbreak, das Riff zeigte nämlich der ganzen Welt, wie perfekte Wellen aussehen. Die Tubes waren so unglaublich lang, dass wir oft unseren Augen nicht trauen konnten, als nach einer gefühlten Ewigkeit am Ende des Wellentunnels tatsächlich wieder ein Surfer auftauchte.

Lineup-Moderator Strider Wasilewski war von der Perfektion Cloudbreaks so überwältigt, dass er jedem Brecher zujubeln musste.
Lineup-Moderator Strider Wasilewski war von der Perfektion Cloudbreaks so überwältigt, dass er jedem Brecher zujubeln musste.

Die Surfer waren aber auch nicht schlecht. Gabriel Medina zog zehn Minuten nach dem Start des ersten Heats in eine Barrel, kam wieder heraus, zog in die zweite Barrelsection auf derselben Welle und bekam von den Judges zehn Punkte für den Ritt. Gabriel meinte danach nur: „Die beste Welle, die ich je in Cloudbreak hatte.“ Kelly Slater war in seinem Heat dann nahe dran, gleich zwei perfekte 10-Punkte-Ritte zu bekommen. Die Judges gaben ihm aber nur 10 und 9.77 Punkte. Dafür zeigte er uns aber noch den Wipeout des Tages, bei dem seine Leash riss und sein Board brach. Kelly war spät dran, als die größte Tube des Tages über das Riff auf ihn zurollte. Später sagte er: „Ich musste es einfach versuchen. Es wäre die Welle des Jahres gewesen.“ Tja, wäre gewesen… Kelly war auch so erbost über seinen Fehler, dass er doch tatsächlich zu fluchen begann. Kellys Original-Wortlaut ging so: „Fuck, that was the wave of my year right there. And I break my fucking good board!“

Kelly Slater, wenn er alles richtig einschätzt.
Kelly Slater, wenn er alles richtig einschätzt.
Kelly Slater, wenn er nicht alles richtig einschätzt.
Kelly Slater, wenn er nicht alles richtig einschätzt.

Wann geht’s weiter?

Heute Abend gegen 21.30 Uhr werden die Quarterfinals gestartet und dann wird bis zum großen Finale durchgesurft. Der Livestream dazu ist hier zu finden. Wir gehen davon aus, dass es der Showdown des Jahres werden könnte. Denn Cloudbreak dürfte nicht nur genauso perfekt sein wie letzte Nacht, sondern auch noch ein gutes Stück größer werden. Die Forecast spricht von bis zu 12 Fuß bei einer Periode von 17 Sekunden. Letzte Nacht waren „nur“ 10 Fuß bei 14 Sekunden vorhergesagt.

Wer ist noch im Rennen?

Die Duelle in den Quarterfinals sehen so aus:

QF 1: Gabriel Medina (BRA) vs. Adriano de Souza (BRA)


QF 2: Kelly Slater (USA) vs. Wiggolly Dantas (BRA)


QF 3: Mick Fanning (AUS) vs. Adrian Buchan (AUS)


QF 4: Matt Wilkinson (AUS) vs. John John Florence (HAW)

Wilko hat in Runde 4 nicht nur John John Florence geschlagen (was in solchen Wellen niemand erwartet hätte), sonder auch der ganzen Welt bewiesen, dass er auch nach links surfen kann (alle Siege holte er bisher auf rechten Pointbreaks).
Matt „Wilko“ Wilkinson hat in Runde 4 nicht nur John John Florence geschlagen (was in solchen Wellen niemand erwartet hätte), sondern auch der ganzen Welt bewiesen, dass er auch nach links surfen kann (alle Siege holte er bisher auf rechten Pointbreaks). Jetzt stehen sich die beiden im Viertelfinale wieder gegenüber.

Wer gewinnt?

Die Prime-Surfing-Prognose lautet: Kelly Slater.

Warum? Das erfahrt ihr hier.

Und die fünf Wellen in Cloudbreak vom Tag zuvor, die ihr nicht hättet verpassen dürfen, gibt es hier.

Strider, der Lineup-Moderator, war nach dem Bejubeln von geschätzten 146 perfekten Wellen so erschöpfte, dass er auf dem Jetski zusammenbrach.
Strider, der Lineup-Moderator, war nach dem Bejubeln von geschätzten 146 perfekten Wellen so erschöpft, dass er auf dem Jetski vor Müdigkeit zusammenbrach.