Die Floßlände ist auferstanden

2016 könnte das Jahr werden, in dem die Floßlände in München sich zurückkämpft in die erste Liga der stehenden Flusswellen. Zumindest der Start in die gerade beginnende Saison sieht vielversprechend aus.

Klar, die Floßlände wird in München immer im Schatten des Eisbachs stehen. An den weltbekannten Spot im Englischen Garten wird die kleinere Flusswelle nie heranreichen. Aber auch der kleine Bruder des Eisbachs kann eine Menge Spaß machen oder machte zumindest lange eine Menge Spaß.

Ein kurzer Geschichtskurs zur Floßlände:

Bis 2000 und auch noch kurz danach war die gute, alte Zeit. Die Welle lief und lief und lief. Shortboards waren perfekt, und besonders nach starken Regenfällen entwickelte die Welle eine Menge Druck.

Ab 2007 dann das Trauerspiel. Ein neues Kraftwerk zweigte Wasser ab und auch sonst wurde an einigen Stellen umgebaut. Die Welle war ein Schatten ihrer selbst und nur noch schwach auf der Brust. Oft gab es nur eine Weißwasserwalze.

Dann folgte nach ein paar frustrierenden Jahren die Phase des Herumdokterns. Vieles wurde ausprobiert. Etwa eine Regelung mit der Stadt, die dann zu gewissen Stunden mehr Wasser durch die Floßlände schickte. Es wurde an den Pegelständen vor und hinter der Welle geschraubt und sogar eine Art Teppich unter der Welle verlegt. Nichts half wirklich.

Und nun das Wunder: Die Floßlände läuft wieder. Grund ist ein Keil, der am Grund unter der Welle befestigt und in dem Video auch deutlich zu erkennen ist. Halleluja!