Eine Indo-Boottrip mit ungewissem Ausgang

Der Spot ist keine Neuentdeckung. Tatsächlich wurde er schon von etlichen Surfern in Augenschein genommen. Aber alle hatten die gleiche Frage im Kopf: „Ist diese Welle surfbar oder nicht?“ Niemand kannte die Antwort. Bis jetzt!

Sie wussten, dass es voll werden würde, also wollten sie weg.

Die Reise begann, als einer der ersten richtigen Swells der Saison auf Indo zurollte. Damals konnte noch niemand wissen, dass die Saison sich zur vielleicht besten aller Zeiten entwickeln würde. Fakt ist, dass seit Monaten ein perfekter Surftag auf den anderen folgt  (mehr zur Indosaison für die Rekordbücher hier). Aber damals waren die Surfer noch ausgehungert und jeder wusste, dass alle Spots am ersten guten Tag so voll sein würden wie die Einkaufszentren beim Start zum Sommerschlussverkauf. Also fassten die Bali-Locals Mikala Jones, Marlon Gerber und Tai Graham zusammen mit dem Desert-Point-Grom Awan Hadi aus Lombok den Plan, eine Reise ins Ungewisse anzutreten.

Was, wenn die Welle nicht surfbar ist?

Der Boottrip dauerte Tage, und es gab unterwegs ein paar Spots zu entdecken. Aber in Gedanken waren die vier Jungs schon bei ihrem Ziel. So stieg die Anspannung auf dem Boot von Tag zu Tag, bis der Spray der brechenden Wellen endlich in der Ferne zu sehen war. Es war eine schnelle Welle, auf der du von Anfang an Vollgas geben musst. Dann lässt du die brechende Lippe von hinten immer näher kommen, dich schließlich überholen und dich vom Tunnel unter dem Dach der Welle umschließen. Aber würdest du es auch wieder heraus ins Licht schaffen? Ja, das war die Frage, die es zu beantworten galt.