Favoritencheck für die Surf DM

Mit seinem Powersurfing könnte Arne Bergwinkl gute Chancen auf einen erneuten Titel haben. Foto: Patrick Steiner
Mit seinem Powersurfing könnte Arne Bergwinkl gute Chancen auf einen erneuten Titel haben. Foto: Patrick Steiner

Am Samstag beginnen die 20. Deutschen Meisterschaften im Wellenreiten in Seignosse an der französischen Atlantikküste. Zeit, sich die Favoriten einmal genauer anzusehen!

Vom 10. bis 17. September messen sich an der französischen Atlantikküste, der zweiten Heimat der deutschen Surfszene, die besten Surfer in den Kategorien Open Men, Open Women, Junioren/ Juniorinnen, Cadets, Senioren, Master, Longboard Men und Longboard Women. Ein Blick auf das Starterfeld verrät dem Surf-DM-Kenner sofort: Das „Who is Who“ der deutschen Surf-Elite wird vor Ort sein! Hier die Favoriten im Schnellcheck:

Open Men

Arne Bergwinkl (21 Jahre) – Der Sieger aus 2013 hat sich dieses Jahr zumindest schon den Titel des Top-Favoriten gesichert. Er misst sich nicht nur mit den besten deutschen Surfern, sondern ist auch bei der Qualifier Series der World Surf League dabei. Diesen Sommer hat sich Arne in Moliets vorbereitet. Hoffentlich hat er sich da schon ein wenig ausgetobt. Letztes Jahr hat der in Ecuador aufgewachsene Favorit seinen Heat verpasst, da er freesurfen war. Im Longboarden reichte es für Platz 3.

Mit seinem Powersurfing könnte Arne Bergwinkl gute Chancen auf einen erneuten Titel haben. Foto: Patrick Steiner
Mit seinem Powersurfing könnte Arne Bergwinkl gute Chancen auf einen erneuten Titel haben. Foto: Patrick Steiner

Alex Tesch (26 Jahre) – Contests in Seignosse sind für den Kölner mittlerweile Heimspiele. In den nicht immer umgänglichen Wellen rund um Seignosse kann ihm, zumindest bei den adh-Open, kaum einer das Wasser reichen. Bereits zum dritten Mal in Folge holte er sich auch 2016 den Titel als bester Student unter den deutschen Surfern. Ob er den adh-Heimvorteil in einen weiteren Sieg bei der DM verwandeln kann?

Marc Piwko (21 Jahre) – Letztes Jahr war er das erste Mal bei der DM dabei – und holte sich direkt den Titel. Im Wavetours-Camp in St. Girons surft er sich seit ein paar Tagen warm. Auf die toughe Konkurrenz blickt er mit Anerkennung: „Die Erwartungen sind hoch, das Niveau in diesem Jahr sehr hoch. Ich bin gespannt, wer die besten Wellen bekommt. Alle deutschen Shredder sind da.“

Marc Piwko ist Titelverteidiger und macht schon seit mehreren Wochen die Beachbreaks an der französischen Atlantikküste unsicher. Foto: Patrick Steiner
Marc Piwko ist Titelverteidiger und macht schon seit mehreren Wochen die Beachbreaks an der französischen Atlantikküste unsicher. Foto: Patrick Steiner

Vincent Scholz (24 Jahre) – Bei den adh-Open 2016 hat er den zweiten Platz belegt. Nachdem er letztes Jahr statt bei der DM durch die winterlichen Wellen Australiens surfte, ist er dieses Jahr wieder dabei. Auch er konnte in den letzten Jahren immer wieder Spitzenpositionen bei der DM einholen: 2014 kam er ins Viertelfinale, 2013 wurde er Dritter.

Den Sieger aus 2014, Leon Glatzer, der wie Arne bei der Qualifier Series mitsurft, werden wir leider nicht im Lineup sehen. Er hat sich eine Schulterverletzung zugezogen und musste kurzfristig absagen.

Open Women, Longboard

Valeska Schneider (24 Jahre) – Ohne ihren Namen kommt die Top 5 der weiblichen Surferinnen – sowohl im Longboard als auch in der Kategorie Open Women – nicht mehr aus. Erst im Mai hat sie sich bei den adh-Open in beiden Disziplinen an die Spitze gesurft. Bei den Vorbereitungen für die DM hält sie es in diesem Jahr eher exotisch. Anders als die meisten Kollegen surft sie aufgrund ihres Auslandssemesters täglich mindestens einmal an der australischen Gold Coast: „Neben der Uni und der Arbeit bleibt nicht mehr so viel Zeit für anderweitiges Training, aber ich glaube durch das viele Surfen habe ich schon wieder einige Fortschritte gemacht.“

Die Münchnerin Valeska Schneider hat den Winter über an der australischen Gold Coast an ihren Surf-Skills gefeilt. Ob sie sich dieses Jahr endlich auch den Titel bei den Open Women holen kann? Foto: Kerry Haysom
Die Münchnerin Valeska Schneider hat den Winter über an der australischen Gold Coast an ihren Surf-Skills gefeilt. Ob sie sich dieses Jahr endlich auch den Titel bei den Open Women holen kann? Foto: Kerry Haysom

Auf der nächsten Seite erfahrt ihr, wer bei den Junioren die größten Chancen auf den Sieg hat.