Lust auf ein bisschen Adrenalin? Wie wäre es mit einem Spot, der nach einer Geisterinsel benannt ist, erst bei haushohen Wellen zum Leben erwacht und dich bei schlechtem Timing gegen eine Felswand schmettert? Wir überlassen das Feld dann doch lieber dem deutschen Big-Wave-Surfer Alex Zirke, der seit seiner Kindheit auf Teneriffa lebt und den mysteriösen Spot San Boróndon wie seine Westentasche kennt. Die letzte XXL-Session dort brachte ihm zu recht eine Nominierung für die WSL Big Wave Awards ein, wie dieser Shot beweist.

„Schon der ganze Dezember auf Teneriffa war außergewöhnlich gut, und es gab viele große Tage. Aber der 2. Januar toppte noch einmal alles und erweckte den Big-Wave-Spot San Boróndon zum Leben. Der Spot ist nach einer Geisterinsel benannt, die vor der Küste Teneriffas liegen soll und angeblich nur ab und zu aus dem Meer auftaucht. Genauso verhält es sich auch mit diesem Spot, der nur ab einer bestimmten Größe läuft. Wie groß genau es an diesem Tag war? Da will ich mich nicht festlegen und sage nur soviel: Es war auf jeden Fall so groß, dass man einige Sekunden lang die Luft anhalten musste, wenn man von einer Welle erwischt wurde. Brenzlig wird es hier, wenn du an der falschen Stelle stürzt, denn dann findest du dich ganz schnell vor einer riesigen Felswand wieder und hast im Grunde nur noch eine Möglichkeit: Leash abmachen und hoffen, dass lediglich dein Board am Cliff zerschmettert wird. Das ist mir an diesem Tag glücklicherweise erspart geblieben. Kommenden Sonntag soll es übrigens noch einen Tick größer werden, und ich bin schon gespannt, ob San Boróndon auch diesmal wieder aus den Fluten auftaucht…“

Alex Zirke, Big-Wave-Surfer und deutscher Meister 2012, der bei Green Wave und Puresurfcamps eigene Trainingscamps anbietet

Foto: Elías Rodríguez

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