Die letzte Welle ist immer die schwerste, heißt es. Auch für angehende Pro-Surfer wie den Deutschen Jakob Lilienweiss. Wieso das so ist? Jakob erklärt es euch.

Vor 12 Jahren wanderte Jakob Lilienweiss mit seinen Eltern von Nürnberg nach Portugal aus. Heute ist der 19-Jährige Teil des deutschen Surf-Teams und fährt vielleicht schon bald für uns zu Olympia. Trotzdem weiß er genau, wie schwer es ist, eine letzte gute Welle, wie diese hier in Coxos bei Ericeira, zu erwischen.

Die letzte Welle

„Die letzte Welle – damit hat wohl jeder Surfer schon so seine Erfahrungen gemacht. Sobald die Worte ‚Noch eine Welle und dann gehe ich raus‘ über unsere Lippen gekommen sind, ist es dem Schicksal überlassen, ob wir das Wasser mit einem Lächeln im Gesicht verlassen oder ob wir denn Rest des Tages schmollen. Entweder läuft die Session einfach richtig schlecht und wir wollen jede Welle vergessen, bis wir dann doch eine an der Inside erwischen, die schön offen bleibt und uns den Tag rettet. Oder die Session läuft einfach zu gut, um wahr zu sein, aber uns läuft die Zeit davon. Dann folgt ein Closeout nach dem anderen, die verfehlten Turns hören nicht auf, und die Session ist dahin. Manchmal, wenn auch leider viel zu selten, hätte die Session aber auch nicht besser laufen können, und die letzte Welle macht uns keinen Strich durch die Rechnung, sondern lässt unser Grinsen noch ein bisschen breiter werden. So wie bei dieser Session in Coxos vor den Toren Ericeiras. Das Foto ist auf meiner letzten Welle dort entstanden – picture perfect!“

Foto: Sebastian Keim/ Salty Frames

Und hier geht’s zur Friday Evening Wave von letzter Woche nach Hanstholm in Dänemark.