Unsere heutige Friday Evening Wave ist auch ein Beispiel dafür, dass Träume wahr werden, wenn man nur fest genug an sie glaubt.

So wie im Fall von George Karbus, der vor über zehn Jahren von Tschechien nach Irland auswanderte und als Hotelportier jobbte, um sich seine erste Kameraausrüstung zu kaufen. Heute gilt Karbus, selbst begeisterter Surfer und Apnoetaucher, als einer der besten Outdoor-Fotografen Europas. Zu recht, wenn man sich diesen Shot von einer magischen Session an einem der ungewöhnlichsten Spots in Irland ansieht.

„Die Welle bricht vor der kleinen Insel Crab Island, die ein paar hundert Meter vor der Küste aus dem Meer ragt. Wobei der Begriff ‚Insel‘ fast schon eine Übertreibung ist, denn Crab Island ist nicht viel größer als zwei Fußballfelder. Außer Krabben wohnt auf diesem überdimensionalen Kalkfelsen auch niemand. Dafür ist die Welle an sich umso spektakulärer: ein Weltklasse-Righthander mit mehreren Barrel-Sections, der Swell bis zu einer Größe von 10 Fuß hält. An diesem Tag Mitte März war es zwar nicht ganz so groß, vielleicht maximal 6 Fuß, aber die Strömung so stark, dass ich große Schwierigkeiten hatte, in Position zu bleiben. Dazu kamen Cleanup-Sets von der Größe eines Einfamilienhauses, die mich immer wieder gefährlich nah an die Insel spülten. Danach musste ich jedes Mal wieder den langen Weg zurück in den Lineup antreten, was in dem neun Grad kalten Wasser unglaublich viel Energie kostet. Trotzdem war es ein ganz besonderer Abend, denn die Sonne stand bereits so tief, dass sie die Welle von hinten wie ein Scheinwerfer anstrahlte. Als der baskische Surfer Indar Unanue dann in diese magische grüne Wasserwand droppte, wusste ich, dass sich diese anstrengende Session mehr als nur gelohnt hat.“

George Karbus, preisgekrönter Fotograf, der sich am liebsten im oder unter Wasser aufhält

Hier geht’s zur „Friday Evening Wave“ von letzter Woche…