Die Fotos sehen winterlich aus, obwohl sie erst neulich im Sommer entstanden sind. Aber so ist eben Dänemark, wo Fotograf Lars Jacobsen zusammen mit Jonas Bronnert eine Welle wie Skeleton Bay gesucht und auch fast gefunden hat.

Das Protokoll eines Kurztrips in den Norden

„Ende Mai rief mich Jonas Bronnert an: ‚Hey Lars, morgen früh könnte ein Ghostswell in Hanstholm ankommen, lass los!‘ Der Anruf kam um 21 Uhr. Fünf Stunden später stand Jonas mit seinem quietschenden Mercedes Benz, der etwa 450.000 Kilometer auf dem Tacho hat, vor der Tür. ‚Wenn wir Glück haben, kommt der Wind Side-Offshore und wir finden dort eine Welle wie diese Barrel von Skeleton Bay in Namibia.‘ Es klang vielversprechend und pünktlich zum ersten Licht standen wir dann auf der Düne. Vor uns die aufgewühlte See. Es war kalt, superstürmisch und weit und breit kein Mensch. Dafür aber kopfhohe, fleischige Nordsee-Barrels, die direkt auf den trockenen Strand gescheppert sind. Minuten später stand Jonas schon aufrecht in der ersten Welle. Zwar waren die meisten davon miese Closeouts, aber ab und an fand Jonas die Juwelen, nach denen wir gesucht hatten. Vier Stunden später, ausgepowert und durchgefroren ging es zurück in die Heimat. Der Ausdruck ‚#Istopsurfingbecauseitcantgetanybetter‘ ging dabei immer wieder zwischen uns hin und her. Manchmal sind die kurzen Trips eben doch die besten. Und wer Nord- oder Ostsee gut erwischen will, muss einfach sehr spontan sein…“

Der Grad zwischen Closeout und Barrelritt war schmal.
Der Grad zwischen Closeout und Barrelritt war schmal.
und Haube ist Dänemark selbst im Mai noch zu kalt.
Ohne Handschuhe und Haube ist Dänemark selbst im Mai noch zu kalt.
Easy Bedingungen sehen anders aus.
Easy Bedingungen sehen anders aus.

Und hier geht’s zur Friday Evening Wave von letzter Woche nach Padang Padang auf Bali.