Wo warst du am 5. Mai?

Ganz egal wie deine Antwort auch lautet, sie ist falsch – außer du warst in Hossegor. Denn es könnte sein, dass der beste Surftag des ganzen Jahres schon vorbei ist.


Es war der Donnerstag vergangener Woche, als sich Graviere in absoluter Perfektion zeigte. Kein alltägliches Schauspiel, denn der Spot am Hausstrand von Hossegor ist zickig. Wenn die Sandbank nicht bildschön geformt ist sowie Wind, Gezeiten und Swell in Perfektion harmonieren, gleicht die Welle eher einem unsurfbaren Closeout. Wenn aber alle Zutaten zusammenkommen, entsteht eine Welle, die in jedem Fotoshooting eine gute Figur machen würde.

Noch ein zweiter Clip vom selben Tag am selben Ort.

Aber die Aufnahmen lügen auch ein wenig. Denn La Graviere ist brutal und kann dir eine Abreibung verpassen, die du nicht vergisst. Es gibt keinen Channel. Wer in den Lineup will, muss daher ein gutes Timing haben und die Pause zwischen zwei Sets abpassen. Verschätzt du dich, ist es schlecht. Ein Duckdive unter der detonierenden Lippe funktioniert selten. „An großen Tagen wirfst du dein Board weg, tauchst auf den Grund und versuchst, dich im Sand festzukrallen“, sagte einmal ein Local.

Der Tag davor war aber auch nicht schlecht. La Graviere am 4. Mai.
Der Tag davor war aber auch nicht schlecht. La Graviere am 4. Mai.