Last Minute nach Marokko

Es war der perfekte Swell, der im Atlantik genau auf Marokkos Küste zusteuerte. Kaum hatte der australische Worldtraveler und Wellenjäger Harrison Roach davon erfahren, buchte er seinen Flug.


Harrison Roach verbringt die Winter auf Hawaii, die Sommer in Indo und scheut vor nichts zurück, wenn er von irgendeinem neuen Spot am Ende der Welt hört. Sechs Stunden auf dem Motorrad durch den Dschungel Javas, um eine Welle zu finden, die Teahupoo Konkurrenz macht, hört sich für Harrison nach einem ganz normalen Wochenende an. Hat der Australier einmal Blut geleckt, gibt es kein Zurück mehr, dann marschiert Harrison bis er die Welle brechen sieht – fast so wie der Esel der Karotte vor der Nase folgt.

Und so kam er auch nach Marokko, wo er auf seinem 7’5“ Neal Purchase Junior Duo Board einen endlos langen Point entlang raste. „Die Wellen wollten nicht enden“, erzählt Harrison. „Wenn ich am Ende rauskickte, konnte ich nicht mehr sehen, wo mein Takeoff-Punkt war. Fünf Ritte an diesem Point fühlten sich an wie 50 normale Wellen.“