Mick Fanning auf Wellenjagd in Alaska

Dieses Jahr surft Mick Fanning nicht mehr die komplette Worldtour. Er geht nur noch zu den Contests, auf die er Lust hat. Daher hatte er auch plötzlich eine Menge Freizeit und ging Wellen jagen, wo es sonst wohl niemand tut: in Alaska.

Wie sind die Wellen in Alaska?

Teils ziemlich gut, wenn nur die Temperaturen nicht wären. Denn ohne 5-Millimeter-Handschuhe, ebensolche Bootys und Haube geht in Alaska gar nichts. Faszinierend ist daher auch, welch ein Highperformance-Niveau Mick Fanning und seine Reisebuddy Mason Ho in ihrer dicken Gummirüstung hinlegen. Vergesst dabei nicht, dass Mason aus Hawaii kommt…

Wer will schon immer perfekte Tubes in den Tropen surfen? Eben! Und genau deshalb haben sich Mick und Mason mal woanders umgesehen.
Wer will schon immer perfekte Tubes in den Tropen surfen? Eben! Und genau deshalb haben sich Mick und Mason mal woanders umgesehen.

Wie kalt ist das Wasser?

Ein Satz von Mason Ho gibt darauf wohl die beste Antwort: „Wenn ich noch ein Set auf den Kopf bekommen hätte, wäre ich an Icecream-Headache gestorben“, sagte er nach einer eiskalten Session.

Wie kalt es wirklich ist, weißt du erst, wenn du drin bist.
Wie kalt es wirklich ist, weißt du erst, wenn du drin bist.

Bester Spot des Trips?

Für uns eindeutig der Gletschersee, in dem die beiden auf herabstürzende Eismassen warten, um die daraus resultierenden Schockwellen zu reiten. Denn wir konnten kaum glauben, wie viel Spaß die beiden Surfpros an dieser Miniwelle hatten, auf der jeder Ritt auch noch unweigerlich mit einem Crash in den Eisblöcken endete.

"Sie haben uns gesagt, dass es Wellen gibt", meinte Mick Fanning. Tatsächlich brach auch alle vier bis sechs Stunden ein Set.
„Sie haben uns gesagt, dass es Wellen gibt“, meinte Mick Fanning. Tatsächlich brach an diesem Spot dann auch alle vier bis sechs Stunden ein Set.

Bester Spruch?

Die Unterhaltung ist nicht in dem Video zu hören, aber uns wurde zugetragen, dass sie sich kurz vor der Abreise aus Alaska genau so in einer Bar abgespielt hat.

Alles beginnt mit der Frage eines Locals bei einem Feierabendbier auf dem Barhocker neben Mick: „Was hast du für einen Job?“ Mick antwortet natürlich: „Ich surfe.“ Daraufhin folgt die verblüffte Nachfrage des Locals: „Ja, schön und gut, aber wovon lebst du? Denn warum sollte dir jemand Geld geben, damit du surfst?“ Mick musste ihm irgendwie recht geben: „Genau das frage ich mich seit 20 Jahren auch.“

Zwei Dinge, die wohl nicht oft in Micks Leben vorkommen: Erstens, dass er nicht erkannt wird. Zweitens, dass jemand Surfen nicht als Berufsbezeichnung akzeptiert.

Zwei Männer, die dafür bezahlt werden, zu surfen.
Zwei Männer, die dafür bezahlt werden, zu surfen. Auch wenn das nicht jeder glauben mag.

Einen Tag mit Mason Ho in deutlich besseren und viel wärmeren Wellen kannst du hier miterleben. Der war nämlich vor einer Woche genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort.