Fundstück der Woche

Was wir diese Woche gefunden haben, ist nicht schön. Eigentlich ist es hässlich, gefährlich und teils sogar tödlich. Aber leider ist es nur zu wahr. Also traut euch und schreckt nicht vor der Realität zurück.


Worum geht’s?

Um Müll oder genauer um eine Müllsammlung der Surfrider Foundation Europe an fünf Stränden Europas. Ziel war es, zum ersten Mal genau zu erfassen, wie viel Abfall an unseren Stränden liegt und um was es sich dabei handelt.

Am Strand dauert es etwa 450 Jahre bis sich so eine Plastikflasche zersetzt hat.
Am Strand dauert es etwa 450 Jahre, bis sich so eine Plastikflasche zersetzt hat. Im Laufe der Zeit zerbricht der Plastikmüll in immer kleinere Stücke und wird von allen möglichen Tieren verschluckt. In der Nordsee wurden im Magen von 95 Prozent aller Seevögel Plastik gefunden.

Um welche Strände handelt es sich?

Wer schon mal einen Roadtrip durch Europa gemacht hat, wird den einen oder anderen davon kennen. In Frankreich wurde der Müll am Strand La Barre, der in Anglet etwas nördlich von Biarritz liegt und am Strand Porsmilin in der Bretagne dokumentiert. In Spanien wurden drei Strände untersucht: In San Sebastian, Mutriku und Zumaia. An jedem der fünf Strände wurden im letzten Jahr von einem Heer an Freiwilligen vier Müllsammlungen durchgeführt. Eine im Winter, eine im Frühjahr, eine im Sommer und eine im Herbst.

Es reicht wohl ein einziger Zigarettenstummel aus, um 500 Liter Wasser zu verschmutzen.
Es reicht wohl ein einziger Zigarettenstummel aus, um 500 Liter Wasser zu verschmutzen.

Was wurde gefunden?

Eine Menge: 67.423 Zigarettenstummel, 25.693 Plastiktüten, 7 Kühlschränke, 2 Fernseher, 15.959 Ohrstäbchen, 532 Reifen, 8.184 Getränkedosen… Die Liste ist lang.

Zuerst wirkt es komisch, dass solche Massen an Ohrstäbchen am Strand liegen. Der Grund ist aber schnell erklärt: Meist werden Ohrstäbchen einfach in der Toilette runtergespült und landen dann in einer Kläranlage. Die Plastikröhrchen sind aber so klein, dass die Filter sie dort nicht zu fassen bekommen und daher werden sie dann direkt ins Meer weitergespült.
Zuerst wirkt es komisch, dass solche Massen an Ohrstäbchen am Strand liegen. Der Grund ist aber schnell erklärt: Meist werden Ohrstäbchen einfach in der Toilette runtergespült und landen dann in einer Kläranlage. Die Plastikröhrchen sind aber so klein, dass die Filter sie dort nicht zu fassen bekommen und daher werden sie dann direkt ins Meer weitergespült.

Was wurde am meisten gefunden?

Der größte Teil des Mülls am Strand ist Plastik. Über 80 Prozent machen Plastikflaschen, -tüten und diverse kleine Plastikpartikel aus. Die Top 10 der Müllrangliste sieht so aus:
1. Zigarettenstummel
2. Diverse, kleine Plastikteile
3. Plastiktüten
4. Diverse Styroporbruchstücke
5. Ohrstäbchen
6. Flaschendeckel
7. Scherben
8. Schnüre und Reste von Fischernetzen
9. Plastikflaschen
10. Glasflaschen

Und was machen wir jetzt?

Wir werfen ab jetzt jedenfalls keine Ohrstäbchen mehr in die Toilette und keine Kippe mehr in den Sand.

Aber es geht noch schlimmer, viel schlimmer. Wer sehen will, wo man ganze Inseln aus Müll baut, bitte hier clicken.