Alle News, die für uns Surfer wichtig waren oder werden, auf einen Blick. Heute mit viel Schnee, noch mehr Swell und dem vielleicht vollsten Lineup aller Zeiten.

Ausnahmezustand in…
New York. Jeder, der letztes Wochenende beim Durchzappen nur kurz eine Nachrichtensendung zu sehen bekam, dem wird folgendes nicht entgangen sein: Schnee in New York. Tatsächlich so viel Schnee, dass Autos, Straßen und ganze Wohnviertel im tiefen Weiß versunken sind. Tunnel wurden geschlossen, Brücken gesperrt und sogar das Autofahren verboten.  Für die Surfer New Yorks gab es allerdings auch gute Nachrichten: Der Blizzard traf genau dann ein, als ein perfekter Swell auf die Küste traf. Klar, dass einige den eisigen Temperaturen trotzen, bevor der Katastrophenschutz sie in ihre vier Wände verordnete.

Der New Yorker Pro Balaram Stack auf dem Weg zum Wasser.
Der New Yorker Pro Balaram Stack auf dem Weg zum Wasser.
Tatsächlich waren die Bedingungen so rauh, dass selbst die Fotografen eine Art Extremsport betreiben mussten.
Tatsächlich waren die Bedingungen so rau, dass selbst die Fotografen eine Art Extremsport betreiben mussten.
Aber wer zur richtigen Zeit am richtigen Ort war (und bevor die Straßen gesperrt wurden), bekam das...
Aber wer zur richtigen Zeit am richtigen Ort war (und bevor die Straßen gesperrt wurden), bekam das hier!

Massenansturm…
am letzten Wochenende auf die Superbank an der Gold Coast Australiens. Der Grund ist klar: Wellen, wie sie eigentlich nur in Cartoons zum Leben erwachen. Tatsächlich rollten so perfekte Wasserzylinder von Snapper Rocks bis Kirra, dass von dem Anblick schon hypnotische Kräfte auszugehen schienen. Der Nachteil: Es war voll, vielleicht so voll, dass manch kleiner, flinker Akrobatikkünstler von Board zu Board springen und so vom Point bis zum Strand hätte kommen können, ohne das Wasser zu berühren. Glaubwürdige Zeugen sprechen auf jeden Fall von bis zu 600 Surfern im Wasser!

Snappers kurz nach Sonnenaufgang. Es gibt Gerüchte, dass eine Welle tatsächlich ungeritten blieb.
Snappers kurz nach Sonnenaufgang. Es gibt Gerüchte, dass eine Welle tatsächlich ungeritten blieb.

Mick Fanning bekommt aber natürlich trotz der Crowds genug Wellen ab.

Das Gerücht der Woche…
besagt, dass Billabong Quiksilver kauft. Tatsächlich steckt Quiksilver in den USA (das betrifft wirklich nur die USA und nicht Quiksilver in Europa) in so großen Schwierigkeiten, dass das Wort „Insolvenz“ schon benutzt wurde. Nun scheint es so, als könnte Oaktree Capital Management, eine Investmentfirma, die schon den größten Anteil von Billabong besitzt, auch den größten Anteil von Quiksilver übernehmen. Bislang ist das aber nur graue Theorie…

Unter Beschuss…
lag Hawaii am Mittwoch und Donnerstag. Der Swell war zwar nicht ganz so groß wie Mitte Januar (als wahrscheinlich die größte Welle aller Zeiten angepaddelt wurde), aber doch groß genug, um einigen Surfern die Abreibung ihres Lebens zu verpassen.

Business as usual in Hawaii: Wipeouts from Hell in Jaws...
Business as usual in Hawaii: Wipeouts from Hell in Jaws…
und Killersets in Waimea Bay.
…und Killersets in Waimea Bay.

Zum Helden wurde…
Kelly Slater und zwar kurz nachdem er mit eingezogenem Schwanz vom Strand zurückgeschlichen kam. Denn Mittwoch begann für Kelly damit, dass er in Waimea Bay in den Lineup paddeln wollte. Manche sagen, dass die größten Sets 50-Fuß-Faces hatten. Das ist so groß, dass mächtige Closeout-Sets über die gesamte Bucht von Waimea Bay brachen. Wer seinen Paddel-Out nicht perfekt timte, wurde gnadenlos weggeräumt – so wie Kelly. Zurück am Strand machte er sich dann auf den Weg, den Ozean von einem anderen Punkt zu beobachten und wurde Zeuge, als eine Frau mit ihrem Kind von einer Freakwelle erwischt wurde. „Sie war auf der Straße, als diese meterhohe Gischtwalze sie verschluckte. Es war wie ein Tsunami“, beschrieb Kelly die Szene. Sofort rannte er los und zog die beiden aus dem Unterholz, wo sie von der Walze gegen einen Zaun gedrückt worden waren.

So sah der Lineup aus, den Kelly nie erreichte.
So sah der Lineup aus, den Kelly nie erreichte.
Der australische Fotograf Chris White ist den Surfgöttern ziemlich dankbar, dass sie Kelly Slater an diesem Tag wieder an Land schickten...
Der australische Fotograf Chris White ist den Surfgöttern ziemlich dankbar, dass sie Kelly Slater an diesem Tag wieder an Land schickten…