Alles, was für Surfer wichtig war oder wird, auf einen Blick.

Aus Portugal…
… kommt das Zitat der Tages: „I can’t see the barrel“, meinte Contestkommentator Martin Potter heute morgen, als Adriano de Souza gegen Tiago Pires beim Rip Curl Pro Portugal in Supertubes im ersten Heat des Tages surfte. Der Grund war klar: Es gab keine Barrels. Überhaupt waren die Bedingungen recht klein und ziemlich durchschnittlich. Das könnte sich aber ändern, wenn am Dienstag ein wahrer Megaswell auf die Küste trifft. Das Risiko ist zwar groß, dass gleichzeitig ein Onshore-Sturm losbricht, aber Kelly Slater (der gestern gerade noch rechtzeitig für seinen ersten Heat aus London einflog) sagte, dass er Chancen auf große Tubes sieht und nur deshalb überhaupt in Peniche antritt. Und Kelly hat öfter recht als nicht…

Rip Curl Pro Portugal Vorhersage
Am Dienstag wird es dick beim Rip Curl Pro Portugal.

Aus der Tierwelt…
… kommen beunruhigende Meldungen – vor allem für alle, die Angst vor Haien haben. Denn in Kalifornien wurden derart viele Weiße Haie gesichtet, dass man in den USA schon vom „Sharktober“ spricht. Einige Angriffe auf Surfer gingen zum Glück relativ glimpflich aus und hinterließen zum Teil nur Zahnabdrücke in den Boards. Schlimmer war es in Hawaii, wo ein Surfer ein Bein verlor und es in den letzten 30 Tagen zu drei Angriffen kam. Außerdem gibt es Gerüchte über die Sichtung eines sechs Meter großen Weißen Hais vor Bali. Und einige Haiforscher berichten, dass sich viele zu Forschungszwecken mit Sendern ausgestattete Haie in ungewöhnlichen Gebieten aufhalten. Manche geben El Niño die Schuld, der für wärmere Wassertemperaturen im Pazifik sorgt. Wer aber den Bestseller „Der Schwarm“ von Frank Schätzing gelesen hat, dem fallen vielleicht ganz andere Parallelen auf. Was man selbst gegen Haie tun kann, lest ihr hier in unserem aktuellen Wochen-Special.

Ungewöhnlich war auch das Verhalten dieses Weißen Hais Anfang Oktober. Der Ort der Begegnung war dagegen keine Überraschung: Südafrika.

Aus der Wavepoolindustrie…
… kommt eine wahre Flut an Meldungen. Perth in Australien ist nämlich die nächste Stadt, die einen Wavepool bauen will und die Arena gibt es auch schon. Es ist ein Rugbystadion mitten in der Stadt, das jetzt wohl geflutet werden soll. Die letzten Genehmigungen fehlen allerdings noch. Mehr Infos im Werbeclip. Eine Absage in Sachen Wavepools hat dagegen Tokyo erteilt. Falls Surfen 2020 wirklich olympisch werden sollte, wollen die Japaner den Wettkampf lieber in echten Wellen austragen. Es wird gemunkelt, dass die aktuellen Probleme mit dem Wavegarden in Surf Snowdonia ein Grund für diese Entscheidungen sein könnten. Welche Wellen es in Japan zu surfen gibt, seht ihr hier. Im Gegensatz dazu könnte es in Deutschland dafür bald neue künstliche Wellen zu surfen geben. Jochen Schweizer plant nämlich mehrere Indoor-Erlebnisparks, in denen es auch stehende Wellen (wie die Welle am Münchner Flughafen) geben soll. Geplante Standorte sind bei München (Eröffnung vielleicht schon 2016), in Berlin und in Luzern in der Schweiz. Mehr Infos hier.

Vielleicht schon bald in Realität: ein Wagepool in Perth.
Vielleicht schon bald in Realität: ein Wagepool in Perth.

Und zum Schluss…
… ein Trip mit Kelly Slater und Shane Dorian nach Fidschi. Kein Witz! Einzige Bedingung: Ihr müsst gewinnen und zwar hier.