Alles, was für Surfer wichtig war oder wird, auf einen Blick.

Modenews…
gibt es aus Nazaré. Nachdem wir letzte Woche schon Garrett McNamara in leuchtendem Kermitgrün spotten konnten, hat sich nun auch das Red Bull-Towteam mit Maya Gabeira und Pedro „Scooby“ Vianna ins Rampenlicht gewagt. Ihre Farben der Saison: Lila, Neongrün und Orange in großflächigen Kontrastpartien.

Der Winter wird bunt in Nazaré.
Der Winter wird bunt in Nazaré

Big-Wave-News…
kommen aus der ganzen Welt. Denn in der vergangenen Woche erwachte fast jeder Big-Wave-Spot auf der Nordhalbkugel (ganz egal ob im Pazifik oder Atlantik) aus der Sommerpause. Gecharged wurde in Mavericks, Jaws, Waimea, Nazaré, Menakoz und Mullaghmore. Aus Nazaré kamen auch schon die ersten Videos für die XXL-Awards von einem recht wilden und buckligen Tag auf dem Meer. Und heute sind die Jetskis auch wieder vor Ort unterwegs.

Die Duell-des-Jahres-News…
kommen von der World Surf League. Das Rennen um den Weltmeistertitel ist nämlich dieses Jahr spannend wie selten. Denn beim letzten Contest 2015, der am 8. Dezember in Pipeline beginnt, können noch sechs Surfer den Titel holen: Mick Fanning, Filipe Toldeo (der nach seinem Sieg in Peniche nun auf Platz 2 der Rangliste steht), Adriano de Souza und Gabriel Medina liefern sich praktisch ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Falls diese vier Favoriten aber früh scheitern sollten, haben auch noch Julian Wilson und Owen Wright Chancen. Wer am Ende den Titel holen wird? Wir tippen auf Mick. Der „Iceman“ des Surfens wird den Druck wie eine lästige Fliege wegwischen und sich den Sieg nicht nehmen lassen, tippen wir. Aber andererseits hätten wir das auch vor dem Contest in Portugal gesagt und da flog Mick in Runde 3 raus.

Hochglanznews…
kommen von Mick Fanning. Der australische Surfpro hat es nämlich auf das Cover des Modemagazins Elle in Australien geschafft. Damit ist er nach David Beckham erst der zweite Mann, dem das gelang. Wahrscheinlich war er sich der historischen Bedeutung bewusst und deshalb beim Fotoshooting so nervös. Ob die Geschichte mit dem Hai die Elle-Redaktion irgendwie beeinflusst hat, halten wir für durchaus wahrscheinlich.

Wir können verstehen, warum Mick nervös war.
Wir können verstehen, warum Mick nervös war

Wettkampfnews…
kommen aus Peniche vom Moche Rip Curl Pro Portugal. Klar, Filipe Toledo hat am Freitag den Sieg geholt. Aber bis es soweit war, gab es einiges zu sehen. Etwa das beste Comeback des Contests im letzten Quaterfinal: Italo Ferreira lag gegen Gabriel Medina weit zurück. Eigentlich so weit wie es nur geht. Er war tief in „Comboland“, wie die Moderatoren sagen würden. Brauchte also nicht nur eine, sondern gleich zwei exzellente Wellen, um wieder in Führung zu gehen. Als nächstes holte Italo 9.6 Punkte, nur Minuten später 8.5 Punkte, und plötzlich war Gabriel tief im „Comboland“. Am Ende verlor Gabriel den Heat, zeigte aber noch den besten Trick des Contests: Er surfte auf seinem gebrochenen Board an den Strand. Und da fehlte nicht nur die Nose, das war wirklich in der Mitte geteilt. Das Tail reichte aber anscheinend für den Ritt vor dem Weißwasser. Getoppt wurde das nur noch durch den höchsten Air in Peniche, den Italo Ferreira im Finale zeigte.

Businessnews…
kommen (wie fast jede Woche) wieder aus der Wavepoolecke. Diesmal ist es ein Projekt in Orlando (Florida), das mit gleich drei stehenden Wellen auf einer Dachterrasse zum neuen Surfmekka werden soll. Gefühlt gibt es ja kaum mehr eine Stadt ohne geplante Kunstwelle. daher war es auch interessanter zu lesen, welche Insiderinformationen der Journalist Zach Weisberg einem der Wavegarden-Gründer entlockte. Etwa, dass gerade 21 Verträge für neue Standorte verhandelt werden. Oder, dass jeder Pool zwischen sechs und sieben Millionen Euro kostet – ohne Grundstück natürlich. Und dass alle größere Wellen wollen, aber um in einem Wavepool anstatt einer 1.2-Meter-Welle eine 1.9-Meter-Welle zu produzieren, muss man dreimal so viel Energie aufwenden und das macht dann alles wieder teurer.