Alles, was für Surfer wichtig war oder wird, auf einen Blick.

Den Kundenservice der Woche…
lieferte die US-amerikanische Billigfluglinie Jetblue ab. Die kassierte nämlich 500 Dollar von John John Florence und versprach, sein Boardbag sicher zu transportieren. Dann ließ sie das Bag von einem Bulldozer überrollen (zumindest sieht die Zerstörung danach aus), überreichte das malträtierte Paket und sagte, dass sie für den neuen Zustand nicht verantwortlich sei.

John John's Boardbag nach der Behandlung von JetBlue.
John Johns Boardbag nach der Behandlung von JetBlue

Das Board der Woche…
ist das blau-weiß gestreifte 8-Fuß-Softtop-Malibu Wavestorm, das es in den USA für 99.99 Dollar zu kaufen gibt. Denn kein anderes Boardmodell verkauft sich in den USA besser. Tatsächlich lassen die Wavestorm-Fabrikanten jede andere „echte“ Boardschmiede geschäftsmäßig weit hinter sich und verkaufen fünfmal mehr Boards als jede andere Surfboardcompany. Allein 2015 wird geschätzt, dass 100.000 Wavestorms über den Tresen gehen. Und auch Jamie O’Brien hatte schon ein paar Wavestorms unter den Füßen.

Der Arbeitslose der Woche…
ist Dane Reynolds, der hat nämlich am letzten Sonntag, den 1. November, bei Quiksilver gekündigt – seinem langjährigen Hauptsponsor seit 2003. Ein Deal, der sich für Dane auf jeden Fall gelohnt hat. Denn seit er 2011 seinen Vertrag verlängert hatte, bekam er drei Millionen Dollar pro Jahr. Wohl im Moment zu teuer für Quiksilver, da die Firma in den USA auch am Rande der Insolvenz steht (oder schon insolvent ist?). Es gibt Gerüchte, dass Vans nun Dane einen Vetrag als Hauptsponsor anbietet. Kostenpunkt: Um zwei Millionen Dollar pro Jahr.

Wissenschaftler der Woche…
ist David Aldridge. Der amerikanische Meeresbiologe wollte nämlich wissen, wie lange es dauert, das Wasser aus dem Ozean zu lassen, wenn man den Stöpsel zieht. Dazu berechnete David erstmal die gesamte Wassermenge der Ozeane: insgesamt 1300000000000000000000000 Liter oder 1.3 Milliarden Kubikkilometer (nicht Kubikmeter, sondern Kubikkilometer!). Dann experimentierte David in seiner Badewanne und fand heraus, dass durch den Abfluss 30 Liter pro Minute laufen. Das ergibt 43.200 Liter pro Tag und etwa 15 Millionen Liter pro Jahr – was in etwa einem durchschnittlichen Swimmingpool entspricht. Man kann absehen, dass es lange dauern würde, den Ozean durch einen normalen Abfluss laufen zu lassen. Sehr lange sogar. Nämlich genau 80 Billionen Jahre oder in anderen Worten: 6000-mal länger als das ganze Universum überhaupt erst besteht. Das nennen wir mal richtig lang.

Contest der Woche…
ist der Mercedes-AMG Red Chargers Event in Nazaré. Ein Big-Wave-Contest, der von Garrett MacNamara ins Leben gerufen wurde (und der die Idee wohl an Mercedes verkaufen konnte) und den jeder per Livestream ganz bequem am Bildschirm miterleben kann. „Alles, von epischen Ritten bis zu dramatischen Rettungsaktionen, werden die Zuschauer live und hautnah zu sehen bekommen“, heißt es in der Ankündigung. Wir sind gespannt. Wann es allerdings soweit ist, kann noch niemand sagen. Das Zeitfenster für den Contest begann am 1. November und läuft bis zum 29. Februar, grünes Licht gibt es sobald der Swell Nazaré würdig ist – also riesig.

Der Waschgang der Woche…
geht an Carlos Burle, dessen Ritt in Nazaré nicht ganz geplant endete.

Carlos Burle kurz bevor seine Grenzen im Luftanhalten getestet werden.
Carlos Burle kurz bevor seine Grenzen im Luftanhalten getestet wurden