Heute als Hawaii Special, da sich im Moment sowieso alles um die Inseln mitten im Pazifik dreht.


Thema Nummer 1…
ist der Swell, der am Sonntag eintreffen soll. Erwartet werden Wellenfaces von 30 bis 45 Fuß samt ein paar Ausreißersets, die sich noch weit höher aus dem Meer erheben werden. Erinnert ihr euch noch an den letzten Sprung vom 10-Meter-Brett? Der Blick beim Takeoff auf so einem Monsterbrecher dürfte ähnlich sein. Wohlgemerkt ist das die Vorhersage für Jaws auf Maui, wo am Sonntag der erste Contest überhaupt stattfinden wird. Denn die Big Wave World Tour hat grünes Licht für die Pe’ahi Challenge (der hawaiianische Spotname für Jaws ist Pe’ahi) gegeben und wird die Liveübertragung gegen 7.30 Uhr Ortszeit beginnen. Für uns heißt das: Ab 18.30 Uhr könnt ihr per Stream dabei sein, wenn sich Shane Dorian und Co. auf ihren 11-Fuß-Guns in Barrels stürzen, durch die man locker einen VW-Bus  navigieren könnte.

Ein kleiner Vorgeschmack auf das, was am Sonntag los sein könnte.

Thema Nummer 2…
sind die Pipe Masters, die am 8. Dezember beginnen. Ihr erinnert euch: Sechs Surfer haben noch Chancen, den Weltmeistertitel zu holen. Mick Fanning, Adriano de Souza, Filipe Toledo, Gabriel Medina, Owen Wright und Julian Wilson – ein Kampf um die Weltmeisterkrone, wie es ihn im Profisurfen noch nicht gab. Sogar Huey scheint mitzuspielen und mit einem kräftigen Swell noch eine Prise Drama hinzuzufügen. Denn an den ersten beiden Tagen, dem 8. und dem 9. Dezember, spricht die Vorhersage von „Double Overhead Sets“ für Pipe. Klar dass die Surfer im Moment jede Welle in Pipe zum Training nutzen. Ebenfalls klar, dass es dabei manchmal eng werden kann – so wie hier für Julian Wilson. Angeblich ist das Bein aber noch dran.

Julian meint, dass das Bein noch dran ist. Hoffentlich sieht das der Besitzer des Beins genauso.
Julian meint, dass das Bein noch dran ist. Hoffentlich sieht das der Besitzer des Beins genauso.

Thema Nummer 3…
ist eine alte Frage, die jedem Pro an der North Shore schlaflose Nächte bereitet: Airs oder Tubes, was beeindruckt die Mädels mehr? Eine schlüssige Antwort darauf hat bisher niemand gefunden.

Airs oder Barrels, das ist hier die Frage.
Airs oder Barrels, das ist hier die Frage.

Durch Abwesenheit…
glänzt übrigens einer, um den sich sonst alles an der North Shore dreht: Kelly Slater. Denn der ist noch auf Tavarua in Fidschi, bringt dort den beiden Gewinnerinnen der Verlosung (ihr erinnert euch: Zu gewinnen gab es einen Trip mit Kelly Slater und Shane Dorian nach Fidschi) das Surfen bei und amüsierte sich ansonsten selbst im Wasser sowie an der Bar (wobei wir nicht wissen, warum Kelly in diesem Kostüm unterwegs war).

Wahrscheinlich die berühmtesten Surflehrer der Welt: Kelly Slater & Shane Dorian.
Wahrscheinlich die berühmtesten Surflehrer der Welt: Kelly Slater & Shane Dorian.
Kelly Slater im Urlaub - wie sollte das auch sonst aussehen.
Kelly Slater im Urlaub – wie sollte das auch sonst aussehen.
Kelly Slater immer noch im Urlaub, allerdings etwas unerwarteter.
Kelly Slater immer noch im Urlaub, allerdings etwas unerwarteter.

Und zum Schluss im Newsticker alles, was sonst noch wichtig war:
+++Mick Fanning gewann den Vans World Cup of Surfing in Sunset und das im Superfinale gegen Julian Wilson, John John Florence und Matt Wilkinson. Wohl beste Voraussetzungen für Mick beim Kampf um den Titel in Pipe.+++

+++Ein abruptes Ende fand dagegen beim Vans World Cup die große Cinderella-Story aus Hawaii. Wade Carmichael, der Australier, den keiner kannte, der nicht einmal echte Sponsoren hatte und der trotzdem vor zwei Wochen den Hawaiian Pro Contest in Haleiwa gewinnen konnte, schied in Sunset in der ersten Runde aus. Hätte er nur noch einen Heat gewonnen, wäre er sicher für die WSL-Tour im nächsten Jahr qualifiziert gewesen. Jetzt ist der Traum vorbei – schade.+++

+++Sunset war übrigens echt fies zu den Surfern. „Gleich zu Beginn des Heats wurde ich von einem 25-Wellen-Set inside erwischt und total verdroschen“, beschrieb etwa der Südafrikaner Benji Brand seinen Start in den Contest.+++

+++Bei den Ladys holte sich Carissa Moore diese Woche beim Target Maui Pro, dem letzten Contest der Saison in Honolua Bay, den Weltmeistertitel. Und was war das für ein Finale gegen Sally Fitzgibbons: perfekte Tubes, ein 10-Punkte-Ritt, etliche 9-Punkte-Wertungen und das Ganze Schlag auf Schlag. Dieser Spot auf Maui produziert wirklich krasse Wellen, aber überzeugt euch selbst.+++