Alle News, die für uns Surfer wichtig waren oder werden, auf einen Blick. Heute mit Polizeieinsätzen in Spanien, Haien, die Rekorde brechen, und einem Surfer, der durch sein eigenes Board gehämmert wurde.

Superinteressant…
war die Titans of Mavericks-Show nicht nur für alle, die einige der besten Big-Wave-Surfer an einem der fiesesten Big-Wave-Spots live erleben, sondern auch eine der aufblasbaren Rettungswesten in Action sehen wollten. Denn einer der Teilnehmer des Big-Wave-Contests in Mavericks, Anthony Tashnick, löste sie im Studio aus. Stellt euch mal vor, dass ihr so aufgepumpt nach einem Wipeout zurück an die Oberfläche kommt, dann erkennt, dass das nächste Set auf euch zurollt und ihr vor der Walze wieder abtauchen wollt. Gestaltet sich sicher schwierig…

Sprechen geht noch, tauchen eher nicht.
Sprechen geht noch, tauchen eher nicht.
Gewonnen hat den Contest übrigens Nic Lamb mit heiklen Takeoffs, wie diesem.
Gewonnen hat den Contest übrigens Nic Lamb mit heiklen Takeoffs wie diesem.

Die Enttäuschung der Woche…
kam aus Waimea Bay auf Hawaii. Alle waren heiß auf die größte Surfshow des Jahres und nicht der kleinste Zweifel war noch vorhanden, dass The Eddie nach sechs Jahren des Wartens am Mittwoch stattfinden würde: Der perfekte Swell war auf dem Weg, die besten Big-Waver-Surfer samt Kelly Slater und John John Florence vor Ort, der Küsten-Highway um fünf Uhr morgen schon komplett zugeparkt und der Strand voller Zelte von weitsichtigen Zuschauern, die ihren Platz schon am Tag zuvor abgesteckt hatten. Dann ging die Sonne auf und alle sahen – dass sie nichts sahen. Keine Wellen, zumindest keine, die auch nur annähernd an die benötigten 20 Fuß heranreichten.

Bei Sonnenaufgang über der Waimea Bay ging es zu wie beim Sommerschlussverkauf.
Bei Sonnenaufgang über der Waimea Bay ging es zu wie beim Sommerschlussverkauf.
Was dann folgte, brachte wohl niemand besser auf den Punkt, als Sebastian Steudtner.
Was dann folgte, brachte wohl niemand besser auf den Punkt als Sebastian Steudtner: Enttäuschung pur!
Komplett flat war es natürlich nicht. Der Lineup am Nachmittag sogar komplett voll, aber eben nur, weil die Wellen auf der kleinen Seite blieben.
Komplett flat war es natürlich nicht. Der Lineup von Waimea Bay war am Nachmittag sogar komplett voll, aber eben nur, weil die Wellen auf der kleinen Seite blieben. Warum der Spot ab 20 Fuß seine Laune komplett ändert, steht hier.

Hundsgemein war…
Jaws auf Maui. Denn während auf der Nachbarinsel Oahu der Swell in der Waimea Bay zu klein für den Eddie war, brach Jaws mit stattlicher Größe und gewann mehr als nur ein Duell gegen die Surfer. So landete Albee Layer im Krankenhaus – wie es dazu kam, lest ihr hier. Genauso wie Tyler Larronde, der schon das Wellenface hinabsurfte, als die Lippe auf ihn herabstürzte und ihn regelrecht durch sein eigenes Board drückte. Diagnose: gebrochene Kniescheibe. (Update 19.30 Uhr: Doch nichts gebrochen, nur die Bänder im Knie sind etwas angegriffen und eine Menge Schnittwunden.) Ansonsten hat es auch Shane Dorian erwischt. Nicht so fies wie die anderen, aber dennoch tat sein Rücken so weh, dass er die Teilnahme am Titans of Mavericks Contest am Freitag absagte.

Eine schmerzhafte Vorstellung: Durch das eigene Board gehämmert zu werden.
Eine schmerzhafte Vorstellung: Durch das eigene Board gehämmert zu werden.

Mehr Haiangriffe als je zuvor…
besagt die Statistik für 2015. Tatsächlich gab es im vergangenen Jahr insgesamt 98 Angriffe und damit zehn mehr als im bisherigen (Negativ)-Rekordjahr 2000 mit 88 Angriffen. Allerdings endete bei weitem nicht jede Attacke tödlich. Zum Beispiel fand auch Mick Fannings Erlebnis in J-Bay Eingang in die Statistik. In der weltweiten Verteilung lag Florida mit 30 Angriffen an der Spitze, danach folgten Australien mit 18 Attacken, Südafrika mit acht und Hawaii mit sieben. Wir hatten schon im letzten Jahr das Gefühl, dass es ungewöhnlich viele Haiangriffe gibt und haben bei einem Experten nachgefragt. Seine Einschätzung gibt es hier.

Der Swell des Jahrzehntes,…
wenn nicht gleich des Jahrhunderts, erlebte am Montag Florida. Denn wer diesen Clip sieht, denkt an Mexiko oder zumindest an einen perfekten Tag Kalifornien, aber sicher nicht an das 1-Fuß-Chop-Paradies Florida.

Unter Beschuss lag…
Anfang der Woche Europa und zwar durch Sturm Imogen, der mit einer 50-Fuß-Sturmsee die Küstenlinie von Irland bis Portugal attackierte. Gesurft wurde in ganz Europa nicht! In ganz Europa? Nein, in einem kleinen spanischen Ort in Galizien sprang Eric Rebiere ins Wasser. Der ehemalige Pro-Surfer aus Frankreich hat sich ja seit einigen Jahren dem Big-Wave-Surfen verschrieben und jagt die größten Swells normalerweise in Nazaré oder zur Abwechslung auch mal im Mittelmeer. Kein Wunder also, dass Eric auch während der vergangenen Sturmwoche suchte, bis er in La Coruña fündig wurde. Allerdings dauerte seine Surfsession nicht lange. Genauer gesagt war sie nach einer Welle wieder vorbei, als Feuerwehr und Polizei auftauchten, um Eric aus dem Wasser zu holen. Wahrscheinlich dachten sie, dass er gerettet werden müsste. Dabei hatte er erst eine Aufwärmwelle abgeritten.

Eine Welle und...
Eine Welle und…
... ab in den Knast. Nein, so schlimm war es dann auch nicht. Nach einer kurzen Ermahnung durfte Eric wieder gehen.
… ab in den Knast? Nein, so schlimm war es dann auch nicht. Nach einer kurzen Ermahnung durfte Eric wieder gehen.