Selbstoptimierung ist das Wort der Stunde. Jeder will kerngesund, durchtrainiert, Weltmeister im Schach und Boxen sein. Klingt ja auch toll, wenn da nicht der innere Schweinehund wäre, den es zu überwinden gilt. Wir verraten dir, wie das geht.


Teil 3: Richtig essen statt nur den Hunger zu stillen

Denn du bist, was du isst. Und ein Chicken McNugget surft einfach nicht so richtig gut.

Die Theorie:

Die bedarf nicht vieler Worte. Eigentlich wissen wir alle, was gutes Essen ist und was nicht. Es ist heute ja auch fast unmöglich, sich den Ernährungstipps von Ultraläufern, Superyogis oder Fitnessgurus zu entziehen. Um kerngesund und fit zu sein, wären viel Obst und Gemüse, wenig Milchprodukte, noch weniger Fleisch und wirklich kaum Zucker die perfekte Lösung.

Vegane Power-Bowl
Es ist nicht das Problem, dass wir nicht wüssten, was gut für uns ist.

Das Problem:

Wir halten uns nicht daran.

Die Lösung:

Vorneweg: Eine Patenlösung haben wir nicht für euch. Aber wir haben eine Idee, wie wir uns der idealen Ernährung wenigstens annähern können. Beginnen wir unsere Suche im Land der Burger, der XXL-Menüs und der 5-Liter-Colabecher. Genau: in den USA. Denn in diesem Land, in dem Fastfood und Zuckerbombardement zum Alltag gehören, gibt es einen Ort, der sich erfolgreich gegen die Köder der Lebensmittelindustrie wehrt – fast so wie das gallische Dorf von Asterix und Obelix gegen die Übermacht der Römer. Denn an diesem Ort in den USA leben Menschen, die zehn Jahre länger leben als der amerikanische Durchschnittsbürger und deren Rate an Herz- oder Krebserkrankungen um 60 Prozent unter dem US-Durchschnitt liegt. Der Ort heißt Loma Linda, liegt in Kalifornien nicht weit von Los Angeles und gegessen wird dort genau das, was ihr ein paar Zeilen weiter oben lesen könnt (siehe „Die Theorie“).

Worin liegt nun das Geheimnis dieses Ortes voller kerngesunder Bewohner? Eigentlich ist es ganz einfach, leider aber gleichzeitig viel zu radikal für uns. Denn der Ort Loma Linda wird komplett von der Religionsgemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten beherrscht, die streng nach der Bibel leben und nur unter sich bleiben. Auch ihre extrem gesunde Diät ist von der Bibel inspiriert und der Grund, warum sie sich das ganze Leben an den Speiseplan halten können, ist das enge soziale Netzwerk: Die Adventisten treffen nur andere Adventisten, essen nur mit Adventisten und sind daher von den Verlockungen der Konsumgesellschaft abgeschirmt. Gesundes Essen ist dort so normal, dass niemand mehr darüber nachdenkt.

Willst du fit sein, wie Surfprofi Sally Fitzgibbons...
Willst du fit sein wie Surfprofi Sally Fitzgibbons…
...musst du dich ernähren, wie Sally Fitzgibbons: Grüne Smothies wären dafür ein guter Start.
…musst du dich ernähren wie Sally Fitzgibbons: Grüne Smothies wären dafür ein guter Start.

Was lernen wir daraus?

Genauso wichtig wie der Vorsatz für eine gesunde Ernährung ist dafür zu sorgen, dass wir nicht ständig in Versuchung geführt werden, die neuen Vorsätze zu brechen. „Genauso wie die Adventisten musst du dein Umfeld und deinen Alltag so gestalten, dass es leicht fällt, gesund zu essen“, ist auch der Autor Dan Buettner überzeugt, dessen letztes Buch „The Blue Zones Solution: Eating and Living Like the World’s Healthiest People“ in den USA zum Bestseller wurde. Ein erster Schritt wäre, einige gesunde Rezepte zu beherrschen und immer alle Zutaten dafür im Haus zu haben – so beugst du Pizzabestellungen zwischen 21 und 22 Uhr vor. Noch besser wäre es, ein paar Mitstreiter zu finden, die ebenfalls auf gesundes Essen setzen wollen. So kann man sich gegenseitig motivieren, zusammen kochen, essen… Vielleicht klingt es etwas langweilig, dass du dein Leben um deine neue Ernährung herum gestalten sollst, effektiv ist es garantiert.

Und für alle, die noch Inspiration für den Start in Sachen gesunde Ernährung brauchen: Hier geht’s zu unserem „How To: Powerfood“.

Und hier zu Teil 1 und 2 unserer Pimp-up-your-Life-Serie:

Teil 1: Besser trainieren

Teil 2: Besser schlafen