Selbstoptimierung ist das Wort der Stunde. Jeder will kerngesund, durchtrainiert, Weltmeister im Schach und Boxen sein. Klingt ja auch toll, wenn da nicht der innere Schweinehund wäre, den es zu überwinden gilt. Wir verraten dir, wie das geht.

Teil 4: Richtig sitzen, statt sich den Rücken zu ruinieren

Denn wir alle, egal ob Student, Natural-Born-Chiller oder Büroarbeiter, verbringen mehr Zeit vor dem Bildschirm als beim Workout oder im Lineup. Was unserer Performance nicht gut tut – außer wir machen es richtig.

Die Theorie:

„Sitzen ist das neue Rauchen“ war ein Spruch, der letztes Jahr in den USA (oder zumindest in der Sport- und Fitnessszene der USA) aufkam. Die Botschaft ist klar: Wer zu viel und zu lange am Schreibtisch sitzt, macht sich seinen Körper kaputt – genauso wie ein Raucher seine Lungen. Ganz so dramatisch ist es aber nicht, weiß Taylor Hatcher, die in New York in ihrem Dynamic Alignment Training Center ganz normalen Menschen sowie Profiathleten die richtige Körperhaltung lehrt. „Wir müssen nur lernen, richtig zu sitzen“, sagt Taylor.

Die Praxis:

„Ziel ist es, total entspannt vor dem Bildschirm sitzen zu können“, sagt Taylor. „Stundenlang, ohne dass sich ein Muskel verkrampft.“ Das erreichst du aber laut Taylors Meinung nur, wenn du abseits des Schreibtischs ein wenig Arbeit in deine Sitzposition investiert. Denn einen Riesenunterschied macht es, wenn beim Sitzen plötzlich Kopf, Rücken und unterer Rücken in eine Linie übereinander gebracht werden. Um ein Gefühl für dieses Position zu bekommen sind „Wall Sits“ eine gute Idee. Dazu auf den Boden setzen, die Beine nach vorne ausstrecken und Kopf sowie die gesamte Wirbelsäule an die Wand pressen.

Kopf und Rücken wären perfekt in einer Linie, nur die Oberschenkel sind nicht parallel zum Boden.
Kopf und Rücken wären perfekt in einer Linie, nur die Oberschenkel sind nicht parallel zum Boden.

Typische Fehler:

1. Der Körper folgt den Augen. Wenn du deinen Blick senken musst, um auf deinen Bildschirm zu schauen, werden deine Augen deinen Kopf und dann deinen Oberkörper nach vorne ziehen, bis du wieder vollkommen krumm sitzt. Einer von Taylors Sprüchen lautet auch: „Sitting with your head over your heart“ – also mit dem Kopf direkt über dem Oberkörper und nicht schräg davor.

2. Dein Stuhl ist zu hoch oder zu niedrig. Im Idealfall sollten deine Oberschenkel parallel zum Boden sein und weder nach unten noch nach oben zeigen. Dabei sollten die Fersen natürlich auch am Boden sein und nicht in der Luft hängen.

3. Manche versuchen, ihren Oberkörper aufzurichten, indem sie die Brust herausstrecken und die Schulterblätter zusammenziehen. Das ist laut Taylor der vollkommen falsche Weg. „So entwickelt man nur muskuläre Ungleichgewichte.“

Und hier geht’s zu Teil 1, 2 und 3 unserer Pimp-up-your-Life-Serie:

Teil 1: Besser trainieren

Teil 2: Besser schlafen

Teil 3: Besser essen