Der Quiksilver/Roxy Pro France startet heute mit einem Lay Day wegen Wellenmangel. Dafür gibt es von uns sechs Fakten, die du über den Contest sicher noch nicht wusstest:

Glücksfall 1
Die Organisatoren schreien wahrscheinlich gerade vor Glück, dass der Quik Pro dieses Jahr fast zwei Wochen später als gewohnt stattfindet. Denn normalerweise wäre heute nicht der erste, sondern der letzte Tag des Wettkampfes gewesen. Und das wäre ziemlich blöd gewesen. Dann hätte der Contest zwar am 25. September mit drei Hammertagen begonnen, seitdem (inklusive heute) aber keine surfbare Welle mehr gesehen. Kurz: Der Quik Pro hätte nie beendet werden können, und eine Verlängerung wäre teuer gekommen. Ein so langes Flat ist übrigens in Frankreich ein seltenes Ereignis im Herbst. Chef-Swellanalytiker Ben Freeston von Magicseaweed ging durch alle Aufzeichnungen und fand rückblickend bis 2009 im Oktober höchstens drei Tage ohne Wellen am Stück.

Glücksfall 2…
… hat einen Namen und heißt Joaquin – Hurrikan Joaquin, um genau zu sein. Überhaupt ein recht netter Hurrikan. Zuerst bescherte er Florida und der US-Ostküste Wellen ohne Ende, dann beschloss er nicht (wie befürchtet) auf die Küste zu treffen und alles dort zu verwüsten, sondern drehte wieder auf den Atlantik ab und produziert dort nun Swell. Im Moment wühlt er mit Windgeschwindigkeiten von über 170 km/h den Atlantik zu 16 Meter hohen Brechern auf. Enorme Wellen, die nächsten Montag den Quik Pro erreichen sollten.

 

Kopfschmuck
Teilnehmer beim Quik/ Roxy Pro: 54. Helmträger: 1. Zumindest ziemlich sicher, denn wer Sally Fitzgibbons in den letzten Wochen surfen sah, weiß, dass sie immer einen Helm auf dem Kopf hatte. Grund ist ein Loch im Trommelfell, das sich Sally schon im Juni bei einem Wipeout in Fidschi zugezogen hatte. Jeremy Flores, der nach einem Sturz aufs Riff auch eine Zeitlang mit Helm surfte, ist inzwischen wieder oben ohne unterwegs.

Sally Fitzgibbons mit Helm
Sally Fitzgibbons vor einer Woche: fröhlich trotz Helm.

Siegeshunger…
… hat vor allem Jeremy Flores, der sagte nämlich vor ein paar Tagen: „Es ist mein Traum, den Quik Pro France zu gewinnen. Wenn mir das gelingt, kann ich glücklich sterben.“ Ob ihm das gelingt? Okay, er ist Franzose und hat deshalb vielleicht einen Heimvorteil. Bisher holte er seine Siege allerdings auf Riffwellen wie Pipe oder Teahupoo. Wir werden sehen…

Stargast
Kelly Slater ist die Hauptattraktion jedes Surfcontest, den er bestreitet. Aber kommt Kelly nach Frankreich? Wir wissen es nicht, niemand weiß es eigentlich. Denn nach seinen vagen Andeutungen, dass er sich dieses Jahr in Europa vielleicht nicht sehen lassen würde, hörte man nichts mehr von Kelly. Gesehen haben wir ihn auch noch nicht in Frankreich, und sein letztes Instagram-Bild zeigt ihn beim Golfen in Schottland. Aber das ist ja nicht so weit weg…

Kelly Slater beim Golfturnier in Schottland
Kelly Slater mit Customized Golfbag in Schottland

Geldregen…
… könnte es dank Dane Reynolds geben. Der Kalifornier ist nämlich als Wildcard in Frankreich dabei und hat angekündigt, sein Preisgeld zu spenden. Das könnte eine stattliche Summer werden. Wenn Dane etwa wieder den zweiten Platz macht, wie im Jahr 2012, dann gingen 40.000 Dollar an den Gaza Surfclub, Keep A Breast, Animal Rescue Team oder… – endgültig entschieden hat er sich noch nicht.