Bali im Sommer ist dir zu voll, zu heftig oder zu heiß? O’Neill Teamrider Marc Piwko war im Oktober drei Wochen auf der Insel der Götter und hat uns ein paar Tipps verraten, mit denen ein Trip nach Bali auch in der Nebensaison gelingt.

Sei flexibel!
Während der Übergangszeit, oder auch „Changing Season“, die in Indonesien im Oktober beginnt, ist es schwer, genaue Vorhersagen zu treffen. Die Wellen können noch genauso gut und konstant wie im Sommer sein oder schon viel kleiner und schwächer. Das gleiche gilt für den Wind: Es kann noch jeden Tag Offshore-Bedingungen haben oder schon der Onshore blasen. Lukas (Schauder, Anm. d. Red.) und ich wollten eigentlich nicht nach Bali, sondern nach Sumatra, aber als wir eine Woche vor Abflug noch einmal die Vorhersage gecheckt haben, war für ganz Indonesien Onshore angesagt – bis auf Bali. Also haben wir uns im letzten Moment noch Flüge nach Denpasar gekauft.

Du kannst immer noch an der Westküste surfen!
Ich war fest der Meinung, dass man im Oktober nur noch an der Ostküste surfen kann, weil der Wind bereits gedreht hat und die bekannten Spots wie Uluwatu und Padang Padang vom Onshore verblasen sind. Aber so war es dann gar nicht. Wir hatten einige richtig cleane Offshore-Tage an der Westküste!

Links die weltbekannte Westküste Balis mit Spots wie Uluwatu, Padang Padang und Bingin und rechts die unbekanntere Ostküste.
Links die weltbekannte Westküste Balis mit Spots wie Uluwatu, Padang Padang und Bingin und rechts die unbekanntere Ostküste.

Der Surf ist besser als man denkt!
Eigentlich unterscheidet sich die Übergangszeit gar nicht so sehr von der Hauptsaison. Man muss vielleicht etwas mehr Aufwand betreiben, um eine Welle zu finden, aber man kommt auch jeden Tag ins Wasser. Wer einen Scooter hat, ist klar im Vorteil, denn damit findet man einfach immer einen Spot, an dem gerade Offshore ist. Für indonesische Verhältnisse würde ich dem Surf auf einer Scala von 1 bis 10 die Note 7 geben.

Miete dir einen Roller!
Ohne Scooter bist du in der Nebensaison aufgeschmissen. Denn wenn du morgens in deinem Guesthouse vor Uluwatu aufwachst und der Onshore bläst, brauchst du dich nur auf deinen Roller zu schwingen und bist in etwa 15 Minuten in Nusa Dua auf der anderen Seite. Hier warten dann Offshore-Bedingungen und teils leere Peaks auf dich.

"Wir haben mal in Kuta, mal in Canggu und mal in Sanur gewohnt. Mit Scooter bist du flexibel und kannst jeden Morgen entscheiden, wo du heute surfen möchtest."
„Wir haben mal in Kuta, mal in Canggu und mal in Sanur gewohnt. Mit Scooter bist du flexibel und kannst jeden Morgen entscheiden, wo du heute surfen möchtest.

Auf der nächsten Seite erfahrt ihr, wo es selbst auf Bali noch menschenleere Spots zu entdecken gibt.