Spotcheck: Galapagosinseln

Die Galapagosinseln scheinen diesen Winter einer der „places to be“ gewesen zu sein. Zuerst erreichte uns diese Woche ein Reisebericht von Surfabenteurer Kepa Acero, und nun nimmt uns das Smith-Team mit auf die entlegene Inselgruppe mitten im Pazifik.

Höchste Zeit also, diesen Spot etwas näher unter die Lupe zu nehmen…

Wo liegen die Galapagosinseln überhaupt?

Mitten im Pazifik, genauer gesagt direkt am Äquator und etwa 1000 Kilometer vor der Küste Ecuadors. Insgesamt gibt es 13 größere und über 100 kleinere Inseln, von denen allerdings nur fünf von Menschen bewohnt sind.

Lohnt sich ein Surftrip dorthin?

Auf jeden Fall! Für den unwahrscheinlichen Fall, dass euch das Video von Dillon Perillo, Brett Barley und Mike Gleason nicht bereits vom Potential der Inseln überzeugen konnte, tut es vielleicht die Tatsache, dass es die Galapagosinseln locker mit dem Surfmekka Hawaii aufnehmen können, so kraftvoll brechen hier einige Spots. Der Grund dafür ist der gleiche, der auch Pipeline zu einem Weltklasse-Break macht: Die Inseln sind – genau wie Hawaii – vulkanischen Ursprungs, was bedeutet, dass die Wellen aus extrem tiefem Wasser plötzlich und abrupt auf Land treffen und sich so zu steilen, schnellen Tubes formen. Aber keine Angst, die Hauptinsel San Cristobal bekommt Swell aus nur allen erdenklichen Richtungen ab und deshalb findet sich irgendwo immer ein Spot, der etwas kleiner und sanfter bricht. Über Riff solltet ihr allerdings schon einmal gesurft sein, bevor es auf die Galapagosinseln geht, denn Beachbreaks findet ihr hier keine…

Northshore? Nein, Galapagos!
Northshore? Nein, Galapagos!

Wann ist die beste Zeit für einen Surftrip auf die Galapagosinseln?

Im Winter! Die besten Wellen- und Windbedingungen gibt es von Dezember bis April. Dann nämlich macht der Humboldtstrom eine Pause, der in den Sommermonaten kaltes Wasser  in Richtung Norden transportiert und ungünstige Onshore-Bedingungen mit sich bringt. Das erklärt auch, wieso Dillon und Co. im Video lediglich Boardshorts tragen, denn im Winter kann das Wasser rund um die Galapagosinseln bis zu 30 Grad warm werden (zwischen Juni und September hingegen hat das Wasser meist nicht mehr als 20 Grad).

Sind die Wellen immer so groß und heftig wie in dem Video?

Nein. Normalerweise bewegt sich die Wellenhöhe auf den Galapagosinseln zwischen 3 und 6 Fuß. Das Video stammt jedoch von diesem Winter und der stand ganz im Zeichen von El Niño, der vor allem im Pazifik Wellen gigantischen Ausmaßes erzeugte.

Wie bewege ich mich auf den Galapagosinseln fort?

Am besten per Boot – zumindest wenn du mehr Spots als nur die auf San Cristobal surfen möchtest. Allerdings solltest du wissen, dass es auf den Galapagosinseln strenge Auflagen und Regeln für Touristen und auch Surfer gibt. Nicht alle Inseln und Spots dürfen ohne Weiteres angesteuert werden, und manchmal ist eine Genehmigung überhaupt nicht zu bekommen. Dann ist es gut, Locals mit guten Beziehungen vor Ort zu kennen, wie etwas die Jungs von Surf Galapagos. Sie zeigen dir die besten Spots und schippern dich mit ihrem Boot genau zu der Insel, die gerade die besten Surfbedingungen bietet.