Das Unterwasserschiff, sprich die Unterseite deines Boards, kann drei Formen haben: konkav, konvex oder flat. Aber welche der drei Varianten ist die beste für dich?

Konkav

Unterwasserschiff_konkavEin konkaves Unterwasserschiff ist nach innen gewölbt. So wird das Wasser unter dem Board kanalisiert, die Angriffsfläche vergrößert und dein Gewicht auf eine größere Fläche verteilt. Der Vorteil davon ist enorm viel Auftrieb – mehr als bei jedem anderen Unterwasserschiff. Dadurch beschleunigt solch ein Board auch extrem schnell und erreicht ein hohes Tempo. Ein Nachteil kann sein, dass die konkave Unterseite bei hohem Tempo für so viel Auftrieb sorgt, dass es schwer wird, die Kontrolle zu behalten. Man könnte sagen: Es fühlt sich an, als ob du auf einem fliegenden Teppich unterwegs bist. Klar dass dann auch Turns nicht mehr leicht zu fahren sind.

Konvex

Unterwasserschiff_konvexEin konvexes Unterwasserschiff ist nach außen gewölbt. Als Folge liegt das Surfboard tiefer im Wasser. Der Vorteil davon ist viel Stabilität in der Fahrtrichtung und sehr leichtes Umlegen von einem Rail auf das andere (was sich vor allem bei Longboards bemerkbar macht). Ein Nachteil ist der geringe Auftrieb, wenn die Wellen schwach sind. Außerdem ist so ein Board relativ schwer zu drehen, da es so stabil in der Fahrtrichtung liegt.

Flat

Unterwasserschiff_flatEin flaches Unterwasserschiff bedeutet, dass das Board eine gerade Auflagefläche auf dem Wasser hat. Der Wasserfluss wird dabei nicht abgelenkt, und so hängt der dynamische Auftrieb nur vom Rocker des Boards ab. So ein Board ist bei mittlerem Tempo und mittlerer
Wellenhöhe eindeutig am schnellsten. Wenn die Wellen aber schwach sind, fehlt die Beschleunigung und wenn es kabbelig ist, wirst du von starken Vibrationen durchgeschüttelt.

Text: Lars Jacobsen & Heiko Pfisterer (Shaper bei PT Surfboards)

Illus: KOMA Grafik