Alles, was du jetzt über den Oi Rio Pro wissen musst

Seit acht Tagen läuft der Oi Rio Pro-Contest. Wer nicht pausenlos online war, erfährt hier alles, was in Brasilien los war, gerade los ist und in den nächsten Tagen noch los sein wird.

Was war?

Es sind zwar erst die ersten Runden gesurft worden, dennoch gab es einen Aufreger nach dem anderen. Der Grund: Die Stars fallen wie die Fliegen, und die Wildcards holen einen Sieg nach dem anderen. Mal abgesehen von den Favoriten, die erst gar nicht nach Rio gereist sind, hat es jetzt nämlich auch Julian Wilson, Matt Wilkinson (der im Moment noch die Rangliste anführt), Jeremy Flores und Josh Kerr in Runde 2 erwischt. Weitergekommen sind dagegen Neulinge wie Stuart Kennedy, Deivid Silva und Leonardo Fioravanti, die im letzten Jahr noch kaum jemand kannte.

Der Grund für die Übermacht der Underdogs könnten die Wellen gewesen sein. Die Kommentatoren sprachen angesichts der Bedingungen zwar von „punchy bowls“ sowie „mega ramps“, für uns sahen die Wellen allerdings eher wie eine „Closeout-Parade“ mit ein paar Wellenfaces dazwischen aus. Auf jeden Fall waren es keine Surfbedingungen, bei denen man sofort zu träumen beginnt und sich wünscht, selbst im Lineup zu sitzen. Aber genau diese Wellen machten den Contest auch spannend. Denn vom ersten Moment an war klar, dass Airs zum Sieg führen würden. Und so konnte man die Surfer dabei beobachten wie sie versuchten, sich gegenseitig mit immer besseren Tricks zu übertrumpfen. So kam es, dass wir den ersten Backflip in einem WSL-Contest zu sehen bekamen.

Was ist?

Mit einem Wort: flat. Aber flat in Rio ist irgendwie anders als flat, wie wir es kennen. Denn während der Contest wegen der Miniwellen „off“ ist, scheint es unweit aus allen Rohren zu feuern. Vielleicht liegt in dieser Diskrepanz zwischen den verdammt guten Freesurffotos und den recht – sagen wir mal – herausfordernden Wellen in den Heats des Contests auch die Ursache für Gerücht Nummer 2 der drei berühmten Gerüchte über Rio.

Jeremy Flores hat Spaß, während der Contest "off" ist und die Wellen im Hintergrund sehen echt nicht schlecht aus.
Jeremy Flores hat Spaß, während der Contest „off“ ist, und die Wellen im Hintergrund sehen echt nicht schlecht aus.

Was wird sein?

Swell wird kommen und das nicht zu knapp. Tatsächlich rollen da sogar recht dicke Brecher auf Rio zu. Die ersten Wellen werden sich wohl heute Nachmittag zeigen – wohlgemerkt  Rio-Zeit, also irgendwann heute Abend nach unseren Uhren. Wohl aber zu spät, als dass noch Heats gesurft werden (glauben wir, was nicht heißt, dass es auch stimmt). Mittwoch gibt es dann schon in den Morgenstunden solide 8 bis 10 Fuß, Donnerstag immer noch 6 bis 10 Fuß und am Freitag 6 bis 8 Fuß. Swell ist also ausreichend im Wasser für eine gute Show, denn bei der Wellengröße werden die Semi-Closeouts in Rio zu extrem brutalen Slabs mutieren. Livestream jeden Tag ab 12 Uhr hier.

So, nur doppelt so groß, könnte es morgen in Rio aussehen. Oder, wenn der Wind nicht mitpsielt, vielleicht auch so.
So, nur doppelt so groß, könnte es morgen in Rio aussehen. Oder, wenn der Wind nicht mitpsielt, vielleicht auch so.