Update Cape Fear: Was für ein Massaker!

Richie Vaculik war einer der Unglücklichen, die gegen Ours den Kürzeren zogen. Credit: Ed Solane / Red Bull
Richie Vaculik war einer der Unglücklichen, die gegen Ours den Kürzeren zogen. Credit: Ed Solane / Red Bull

Gestern hatten wir in unseren Breaking News verkündet, dass der Red Bull Cape Fear Contest heute stattfinden würde. Außerdem, dass Wellen erwartet wurden, wie sie noch nie an dieser fiesen Slab bei Sydney gesurft wurden. Wir sollten recht behalten.

Start am Vormittag

Während bei uns in Europa noch tiefste Nacht herrschte, ging an der Ostküste Australiens die Sonne auf und der Spot Ours, an dem der Cape Fear Contest stattfindet, zeigte sich im ersten Licht. Kein Anblick für schwache Gemüter: Ours zeigte sich brutal, fies, gemein und mit 15 Fuß größer, als diese Freak-Slab je gesurft wurde.

Viel gemeiner kann eine Welle nicht aussehen, als heute Nacht in Ours.
Viel gemeiner kann eine Welle nicht aussehen, als heute Nacht in Ours.

Es war klar, dass heute nur Tow-Surfen möglich war. Für den Cape Fear Contest stellte das aber kein Problem dar. Denn in dem besonderen Wettkampfformat muss jeder Surfer in einer Anpaddel-Runde und einer Tow-In-Runde antreten. Und so gab es grünes Licht für den Start des Contests.

Ende kurz nach Mittag

Aber es wurde nicht lange gesurft: Genau zwei Heats fanden statt, dann wurde wieder abgebrochen. Der Grund: Es war einfach zu gefährlich, was der Wipeout von Local Justin „Jughead“ Allport (der übrigens hauptberuflich Feuerwehrmann ist und kein Profisurfer) deutlich zeigte. Justin musste vom Board abspringen, als kaum mehr Wasser unter ihm war. Kurz darauf tauchte er mit einer fiesen Schnittverletzung am Kopf wieder auf und wurde von den Lifeguards an Land gebracht. Es heißt, dass ihm nicht viel passiert ist (Warum Wipeouts in Ours selten gut ausgehen, findet ihr hier). Die Lifeguards waren aber nicht nur einmal im Einsatz. Ein Wasserfotograf wurde kurz vor Beginn von einer 8-Fuß-Welle nach oben gesaugt und auf das Riff geknallt. Alle nahmen an, dass er vom Aufprall das Bewusstsein verloren hatte – dann erholte er sich aber schnell wieder.

Dazu kommt, dass das Wasser so seicht ist, dass der Surfer (hier Richie Vanculik) wohl problemlos auf dem Riff stehen könnte.
Dazu kommt, dass das Wasser so seicht ist, dass der Surfer (hier Richie Vanculik) wohl problemlos auf dem Riff stehen könnte.

Heute Nacht geht’s weiter

Mit etwas Glück oder besser gesagt: Wenn die Wellen mitspielen, findet der Cape Fear Contest am Dienstag statt. Der Start ist für 8 Uhr morgens Sydney-Zeit geplant. Bei uns ist das um Punkt Mitternacht heute Nacht und hier geht’s zum Livestream. Außerdem gibt es den Livestream der letzten Nacht als Wiederholung.

Spruch des Tages

„Das Beste an dem heutigen Tag: Keiner ist gestorben. Ganz im Ernst, heute hätte ein Fehler zwischen Leben und Tod entscheiden können“, sagte North-Shore-Legende Dave Wassel nach dem Abbruch des Contests.

Nicht zu vergessen: Direkt am rechten Bildrand dürften sich die Klippen befinden. Denn die sind nur zehn Meter vom Takeoff-Spot entfernt.
Nicht zu vergessen: Direkt am rechten Bildrand dürften sich die Klippen befinden. Denn die sind nur zehn Meter vom Takeoff-Spot entfernt.

Mehr Bilder vom Massaker gibt es hier.