In unserer neuen Rubrik „Was macht eigentlich…?“ präsentieren wir euch die Surfstars von gestern. Den Anfang macht Layne Beachley, siebenfache Weltmeisterin und heute – Fischverkäuferin.

Die Australierin Layne Beachley gilt bis heute als erfolgreichste Surferin aller Zeiten. Niemand gewann so oft die ASP World Championships wie sie: Von 1998 bis 2003 galt sie als unschlagbar. Drei Jahre später holte sie sich die Krone ein siebtes und letztes Mal, bevor sie 2008 ihren Rücktritt vom Profisport verkündete.

Layne Beachley war für ihr Powersurfing bekannt und bekam 2004 sogar eine Wildcard, um an den Energy Australia Open, einem Männer-Event, teilzunehmen.
Layne Beachley war für ihr Powersurfing bekannt und bekam 2004 sogar eine Wildcard, um an den Energy Australia Open, einem Männer-Event, teilzunehmen.

Heute hat die 43-Jährige kaum mehr etwas mit dem Surfbusiness zu tun. Sie engagiert sich lieber für wohltätige Zwecke und hat sogar ihre eigene Charity-Organisation gegründet: Aim for the Stars unterstützt junge Mädchen und Frauen mit Hilfe von Stipendien dabei, ihre sportlichen, schulischen oder persönlichen Ziele zu verwirklichen. Seit kurzem hat Layne ein neues Projekt: Sie stieg ins Fischbusiness ein und gründete ihre eigene Tunfischmarke – Finnish Tuna. Das ließ sie zumindest alle glauben.

Layne Beachley macht jetzt in Tunfisch. Das ließ sie uns zumindest glauben...
Layne Beachley und ihre „neue“ Tunfischmarke.

Gemeinsam mit dem australischen WWF drehte Layne ein Video, in dem sie Dosen der neuen Tunfischmarke als Kostprobe an Passanten verteilt. Dann die Enttäuschung: Die Dosen sind lediglich mit Wasser gefüllt, darin ein Sticker mit der Aufschrift „Imagine a world without fish“. Eine ungewöhnliche Marketingaktion mit einem einzigen Ziel: Auf die Überfischung der Meere aufmerksam zu machen. „90 Prozent der Weltmeere sind bereits überfischt. Aber wir Menschen begreifen nicht, was wir haben, bis es uns weggenommen wird“, erklärt Layne das Ziel der Aktion. Indem wir darauf achten, Fisch aus zertifiziert nachhaltiger Fischerei zu kaufen, könne jeder seinen Beitrag dazu leisten, die Meere zu schützen, meint die ehemalige Pro-Surferin.