Was wir über den Plan für neue Surfwellen in München wissen

Credit: RMProductions
Credit: RMProductions

Es stand in allen Münchner Zeitungen: Die SPD findet, dass es zu wenig Surfwellen für die Münchner Surfer gibt. Folglich sollen neue Wellen her. Doch wann werden die geliefert? Wir haben nachgeforscht.

Worum geht’s?

Am 5. Juli, also am Dienstag, reichte die SPD in München ihren Antrag für „neue surfbare Flusswellen im Stadtgebiet“ ein. Das erklärte Ziel ist, den Surfern in München mehr Spots zu bieten, da die beiden bekannten Wellen (Eisbach und Floßlände) unter Überfüllung leiden. Begründet wird der Antrag damit, dass es eben einen großen Bedarf für neue Wellen gibt und für andere Sportarten in München eine viel bessere Infrastruktur geboten wird.

Der Eisbach in München in ganz besonderem Licht.
Der Eisbach, wie er nur ein einziges Mal aussah. Mehr dazu hier. Foto: Ulla Lohmann

Wurde schon etwas unternommen?

Tatsächlich wurde schon im Herbst 2015 ein anderer Antrag der SPD zu dem Thema gestellt. Damals wurde Unterstützung des Forschungsprojekts zu surfbaren Flusswellen gefordert. Dank dieses Antrags liegen nun auch erste Prüfergebnisse und Einschätzungen zum möglichen Standorten für neue Wellen vor.

Wo könnten die Flusswellen gebaut werden?

Laut dem Forschungsprojekt der Münchner Hochschule könnten neue Wellen an drei Standorten entstehen: An der Marienklause, an der Eisbachmündung und am Flauchersteg. Wobei wohl vor allem der Spot an der Marienklause mit nur sehr geringen Umbaumaßnahmen zu realisieren wäre. Dagegen bisher nicht geprüft ist, ob die Würm im Westen Münchens zum Surfen geeignet wäre – eine Idee, die die SPD ins Spiel gebracht hat. Außerdem ist gerade schon eine Machbarkeitsstudie für eine Welle an der Wittelsbacherbrücke in der finalen Phase. Im Prinzip sollten die Ergebnisse dazu noch diesen Sommer vorliegen.

Einer der möglichen neuen Surfspots in München: Die Marienklause.
Einer der möglichen neuen Surfspots in München: Die Marienklause. Credit: Dominik Hundhammer

Wann ist Baustart?

Tja, wenn wir das wüssten. Bevor es losgeht, müssen noch wasser- und naturschutzrechtliche Fragen geklärt werden. Außerdem muss die technische Machbarkeit der künstlichen Wellen geprüft werden. Klingt also eher nach einem langwierigen Plan. Nach unserem Wissen wurde die erwähnte Machbarkeitsstudie für eine Welle an der Wittelsbacherbrücke auch schon vor fünf Jahren in Auftrag gegeben. Aber das muss ja nicht immer so lange dauern.

Der Flauchersteg könnte ebenfalls zum Münchner Surfparadies umgebaut werden - zumindest theoretisch.
Der Flauchersteg könnte ebenfalls zum Münchner Surfparadies umgebaut werden – zumindest theoretisch.

Vielleicht sollte man aber in der Zwischenzeit doch einen Abstecher an die Floßlände planen. Wie die Welle nach dem neuesten Umbau seit diesem Frühjahr läuft, könnt ihr hier sehen. Und für alle, die lieber den Eisbach sehen wollen, bitte hier klicken.