4. Wann warst du dem Weltmeistertitel das letzte Mal so nahe?

Es war 2010/2011 in Tahiti. Ich war verletzt und der nächste anstehende Wettbewerb war in New York. Aufgrund meiner Verletzung konnte ich weder in New York noch Lowers antreten. In dem Jahr wurde ich Zweiter, gleich hinter Kelly Slater.

Jordy irgendwo weitab des Contest-Zirkus. Credit: N. Lawrence
Jordy irgendwo weitab des Contest-Zirkus. Credit: N. Lawrence

5. Was machst du dieses Jahr anders?

Ich habe mich mental weiterentwickelt. Mehr als alles andere habe ich gelernt, schlechte Ergebnisse nicht mit mir herumzutragen oder sie überzubewerten – ich lebe einfach in den Tag hinein und versuche nicht darüber nachzudenken oder in der Vergangenheit zu grübeln. Hauptsächlich glaube ich an mich selbst, und natürlich sorge ich mich um meine Gesundheit. In der Vergangenheit kamen Verletzungen immer zum falschen Zeitpunkt. Momentan bin ich in der besten körperlichen Verfassung, und wenn sich der Körper gut anfühlt, ist man auch mental stärker.

Kaum ein Surfer von Jordys Größe hat es je auf die World Tour geschafft.
Kaum ein Surfer von Jordys Größe hat es je auf die World Tour geschafft. Credit: N. Lawrence

6. Wie sieht dein tägliches Programm aus?

Ich gehe es langsam an. Ich stehe gegen 6.30 Uhr auf, mache Kaffee, frühstücke und surfe meinen Lieblingsspot in Lowers für zwei Stunden. Danach schaue ich mir das Filmmaterial vom Morgen an. Manchmal fahre ich zum Channel Island Shop in Oceanside, arbeite an meinen Surfboards und präpariere sie für den nächsten Contest. Die letzten Wochen liefen häufig so ab. Gestern habe ich meine Frau vom Flughafen abgeholt, jetzt werde ich einige Zeit mit ihr verbringen, da sie endlich wieder zu Hause ist.

Gerade findet der WSL-Contest in Trestles statt. Auf der nächsten Seite verrät Jordy, wie groß der Druck auf seinen Schulter ist, dort gut abzuschneiden.