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7 Fragen… an Valeska Schneider

Valeska gilt als eine der hoffnungsvollsten deutschen Surferinnen. Für Sie geht es zusammen mit dem deutschen Surf-Nationalteam im Januar nach China. Was sie dort vorhat, erzählt Sie uns in unserem 7 Fragen Interview.

Fotos: Michelle Mattern

1. Hey Valeska, als amtierende Sylt-Open Siegerin geht es für dich jetzt im Januar nach China. Erzähl uns doch mal, was du dort genau vorhast.

Wir werden dort als Team Deutschland bei der Longboard Weltmeisterschaft teilnehmen.
Das wird für uns alle ein abenteuerlicher Trip mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen. Wir sind alle gespannt, wie der Surf dort drüben ist.
Zusätzlich zu dem Surfwettkampf wollen wir in China ein Filmprojekt umsetzten. Wir Surfer haben uns nämlich gedacht, dass es eine tolle Sache wäre, wenn wir ein Film über unsere Reise machen. Hierbei wird unser Schwerpunkt auf dem Thema “Plastikverschmutzung der Ozeane” liegen. Wir hoffen damit mehr Aufmerksamkeit auf dieses Thema lenken zu können.

2. China gilt ja nicht wirklich als typisches Surfparadies, aber dennoch gibt es einige Spots mit Weltklasse-Wellen. So wie beispielsweise Riyue Bay, die mit ihren endlos langen Lefts als wahres Longboard-Paradies gilt. Wird es für dich das erste mal sein in China auf nem Board zu stehen?

Es wird tatsächlich das erste Mal sein, dass ich überhaupt in China bin. Ich war allerdings schon ein paar mal in Asien surfen, jedesmal im traumhaften Indonesien.
Ich habe jedenfalls schon häufig von Riyue Bay und den endlosen Lefts gehört, die dort bei stimmenden Bedingungen an die Küste laufen. Und da ich Goofy surfe, hatte ich schon immer große Lust diesen Spot mal auszuchecken.

Valeska macht auf dem Longboard eine spitzen Figur.

3. Die Konkurrenz in Riyue Bay wird sicherlich ziemlich stark sein, da hier im Januar die weltbesten Surfer der Longboard-Szene aufeinandertreffen. Wie schätzt du deine Chancen bei dem Contest ein?

Ehrlich gesagt liegt mein Schwerpunkt bei Contests auf Shortboard-Wettbewerben, aber mir hat Longboarden einfach schon immer super viel Spaß gemacht. Außerdem habe ich bereits einige gute Erfahrungen bei Longboard-Contest sammeln können. Ich denke es kann mir helfen, wenn ich mit Spaß an die Sache rangehe. Es ist für mich nicht einfach einzuschätzen, wie meine Chancen in China aussehen werde. Dafür war ich leider noch bei zu wenig Contest mit so einem Format dabei.

4. Wie sehen deine Vorbereitungen für den Contest aus? Bist du an einen besonderen Longboard-Spot gefahren, um dich auf die endlos langen Lefthander in China einzustimmen?

Da wir erst vor knapp einen Monat erfahren haben, dass wir als team Deutschland bei dem
Contest in China teilnehmen werden, wurde ich regelrecht überrascht. Ich war auf den Kanaren, als ich von unser Teilnahme in China gehört habe. Zum Glück hatte ich mein Longboard dabei. Bekanntlich sind die Kanaren ja nicht wirklich ein Longboard-Paradies, was einfach an dem starken Wind und den großen swells liegt. Trotzdem bin ich so oft es ging auf dem Longboard ins Lineup gepaddelt, auch wenn das nicht immer ganz so einfach war.

Eine ähnlich lange Left wie in China, habe ich leider nicht finden können.

Für die Weihnachtstage bin ich erstmal Landlocked in München. An Land halte ich mich mit Balance-Training fit und ich werde bestimmt das ein oder andere Mal beim Eisbach vorbeischauen. Wir reisen auf jeden Fall eine Woche vor Beginn des Contests an, um uns an die dortige Umgebung und vor allem die dortigen Wellen zu gewöhnen.

5. Wir haben von deinem geplanten Filmprojekt gehört, welches du während der Weltmeisterschaften umsetzen willst. Erzähl uns doch mal, was dieses Projekt auf sich hat.

Wir als Team Deutschland sind alle sehr besorgt über die Verschmutzung der Weltmeere, genauer gesagt, die Verschmutzung durch Plastikmüll. Gerade in China und generell im asiatischen Raum ist das ein riesiges Problem. Wir hoffen mit unserem Film, in dem wir einerseits die ästhetische Schönheit des Longboardens aber eben auch die folgenschwere Verschmutzung unserer Ozeane aufzeigen wollen, mehr Aufmerksamkeit auf dieses Thema lenken zu können.

Geplant ist, dass wir nach Abschluss der Filmproduktion, den Film mit Hilfe der Surfrider Foundation Deutschland auf einer großen Leinwand zeigen. Uns ist es wichtig, dass wir den Film nicht einfach nur auf Youtube hochladen, damit er dann dort unter den ganzen anderen Videos untergeht.

6. Um genügend Geld für das Projekt an Start zu bekommen, hast du sogar ein Crowdfunding-Projekt gestartet. Wie ist dort die Situation? Habt ihr schon genügend Geld sammeln können?

Zu Anfang lief es ziemlich gut, aber leider kommt momentan immer weniger Geld rein. In den letzten Tagen haben wir endlich die 50% Marke geknackt. Wir benötigen also weiterhin eure Unterstützung. Ihr könnt das Projekt noch bis zum 26.12 unterstützen. Wir freuen uns wirklich über jeden Beitrag, selbst wenn ihr einfach den Link zum Crowdfunding auf Facebook teilt.

7. Was wird aus dem Projekt, wenn ihr nicht genügend Geld zusammen bekommt? Und vor allem wo kann man dein Projekt unterstützen?

Darüber haben wir uns ehrlich gesagt noch gar nicht wirklich Gedanken gemacht, es sind jedenfalls alle Flugtickets nach China gebucht. Für uns Surfer, aber auch unseren Kameramann. Also wir gehen vom besten aus und sind optimistisch, dass wir genügend Geld zusammen bekommen.

Das Filmprojekt von Valeska und ihrem Team könnt ihr hier unterstützen.