4. Was hast du gemacht?

Ich blieb auf der Klippe. Zuerst war da nichts los, am Nachmittag drängten sich dann sicher 100 Leute. Ich war verletzt und konnte nicht surfen. Aber auch sonst hätte ich dort nicht gesurft, denn in Nazaré riskiert man sein Leben. Da muss man vor einer Session alles genau analysieren und das war mein erster Trip zu dem Spot. Mir gab der Jetski-Pilot ein Funkgerät und sagte: „Du bist meine Augen.“ Denn das Team im Wasser kann nicht erkennen, wann ein Set anrollt oder welche Welle gut ist und welche Welle zumacht. Die Dimensionen der Wellen sind dafür einfach zu groß. Von der Klippe hat man den Überblick und somit irgendwie auch die Verantwortung für die Auswahl der Wellen. Mein Gott, war ich gestresst, als die erste Welle in Angriff genommen wurde. Wer in Nazaré surft, ist immer Teil eines Teams. Du brauchst einen erfahrenen Surfer, einen erfahrenen Jetski-Piloten und einen Spotter auf der Klippe.

Der Spotter auf der Klippe träft ein Funkgerät sowie die gesamte Verantwortung.
Der Spotter auf der Klippe trägt ein Funkgerät sowie die gesamte Verantwortung.

5. Ging alles gut?

Na ja, auf der ersten Welle stürzte Cedric, verlor sein Board und war in der Strömung gefangen. Das Problem ist, dass zu dieser Zeit des Jahres die Strömung umgekehrt ist: Sie zieht dich direkt in die Felsen anstatt von ihnen weg. Cedric landete daher auch in den Felsen und musste an einem Seil nach oben klettern.

Groß oder? Meinen wir auch!
Groß, oder? Meinen wir auch! Foto: Bianca Buitendag

6. Wie ist die Surfszene in Nazaré?

Die meisten Teams sind von Mercedes, Red Bull oder einer anderen Firma gesponsert und die verdienen ihr Geld beim Surfen. Mein Team nicht, wir machen das zum Spaß und weil wir Surfen in großen Wellen lieben. Im Wasser helfen sich aber alle Teams, es riskieren ja auch alle ihr Leben dabei.

Und ein Video von dem Tag gibt es auf der nächsten Seite.