Hier ein Beispiel, auf wieviele Kilos pro Liter es bekannte Surfpro’s bringen:

Kelly Slater          5’9 (175cm)    160lbs (72kg)       24.0L       6.6 lbs/L (3.0kg/L)
Mick Fanning       5’10 (177cm)   165lbs (75kg)       26.3L       6.3 lbs/L (2.9kg/L)
Dane Reynolds    6’0 (183cm)    180lbs (81kg)       29.2L       6.2 lbs/L (2.8kg/L)
Steph Gilmore     5’10 (178cm)   146lbs (66kg)       24.2L       6.0 lbs/L (2.7kg/L)
Harley Ingleby    6’2 (188cm)     188lbs (85kg)       65.3L       2.9 lbs/L (1.3kg/L)
Harry Knight       6’1 (185cm)      180lbs (81kg)       33.0L       5.6 lbs/L (2.5 kg/L)
Jessie Carnes      5’6 (170cm)      130lbs (58kg)       27.1L        4.8 lbs/L (2.7kg/L)
Ru Hill                 5’8 (173cm)      160lbs (73kg)       27.1L        5.1 lbs/L (2.7kg/L)

Was fange ich mit diesen Informationen an?

Oft verstehen gerade landlocked Surfer es als Herausforderung, ein Brett zu surfen, das so klein wie möglich ist und nicht zu selten haben wir Phrasen wie ” Mein Ego verlangt das ich maximal 33 Liter surfe” gehört. Die Größe des Surfboards sollte niemals das Ziel sein, Maneuver auf dem Brett sind das Ziel. Folgt man der Theorie macht das mit der Größe zwar Sinn: je kleiner das Board, desto leichter dreht es. Aber auf kleinen Brettern eignet ihr auch auch viel schneller eine schlechte Technik an, was euch am Ende Meilen zurückwirft. Man macht schnellere Fortschritte wenn man ein größeres Brett surft. Mit einem kleinen Brett kommt ihr spät in die Welle, müsst steile Take Off’s nehmen, geht tief in den Turns und euer surfen sieht auf deutsch gesagt scheiße aus. Ein zu großes Board hat eigentlich nur einen Nachteil: wenn eure Technik schlecht ist, könnt ihr es nicht um die Turns schummeln indem ihr einfach euren Oberkörper dreht. Ihr könnt kleine Bretter locker in die Turns rutschen, aber richtige Carving Turn zu ziehen ist mit kleineren Brettern deutlich schwieriger weil ihr weniger Speed bekommt.

Hier eine Zusammenfassung der Informationen und eine Orientierungshilfe, welches Brett für euch geeignet sein könnte:

0,9 Kilo auf den Liter ist wohl das kleinste Board, mit dem man im Weißwasser das Surfen lernen kann. 1,8 Kilo auf den Liter entspricht dem größten Volumen, welches man so gerade noch diven kann. Das kleinste Volumen/Gewichtsverhältnis welches Profisurfer regelmäßig surfen dürfte bei 3 kg pro Liter liegen. Hier eine Tabelle zur Orientierung, welches das richtige Brett für die verschiedenen Levels ist.

 

Level 1:          Whitewater, Learning to Stand & Manoeuvre:         2.0lbs/L (0.9kg/L)
Level 2:          Paddling out, dropping straight down the face:        2.6lbs/L (1.2kg/L)
Level 3:          Trimming Down the Line, Attempting Turns:           3.0lbs/L (1.3kg/L)
Level 3.5:       Performing Basic Cutbacks & Lip Hits:                     4.0lbs/L (1.8kg/L)
Level 4:          Aggressive Top to Bottom Surfing:                              6.0lbs/L (2.7kg/L)
Level 4+:        Professional Level Surfer:                                        6.6lbs/L (3.0kg/L)

Das Surfboard Volumen ist sicher nicht der Weisheit letzter Schluss, aber es ist der einfachste Weg, eine Vielzahl verschiedener Shapes in ein Verhältnis zu setzen. Versucht ein Volumen zu finden, dass eurem Fitness und Surflevel entspricht. Wenn ihr euch am Schluss zwischen verschiedenen Boards entscheiden müsst, dann nehmt das größere Brett. Wie Rob Machado schon einst sagte: Foam is your friend.

Auf der nächsten Seite demonstriert euch Beau Young sehr eindrucksvoll, dass man auch ein Brett mit viel Volumen radikal surfen kann.