Katharina und Andi führten ein Leben in Dauerschleife, so wie Millionen anderer Menschen. Wir leben im einem Gefängnis bewacht von Konsum und gesellschaftlichem Druck. Den Absprung aber wagen die wenigsten.

Katharina und Andy haben den Schritt gewagt und haben Prime Surfing ihre Aussteigergeschichte erzählt.

Text: Katharina Maloun  Fotos: Andreas Weiss

 

Zukunft Ungewiss. Baba Österreich, Hallo Vanlife.

Der Freiheitsplan.
Auf der Suche nach dem Ort zum Bleiben.
Aussteiger. Als Digital Nomads mit dem selbstgebauten Camper durch Europa und Marokko.

Man kennt sie. Die ganzen klugen Sprüche: “Man lebt ja schließlich nur einmal.” “Wenn nicht jetzt, wann dann?” “Aus der Endlosschleife 9-5 ausbrechen und den Traum leben – das wär´s!” Nun, wir haben es getan. Und wir könnten glücklicher nicht sein. Natürlich hat alles seine Ups- & Downs. Und ja, auch wir “müssen” Geld verdienen. Warum wir diesen Weg wählen und ob wir ihn meistern, erzählen wir euch in diesem Artikel:

Throwback – wie alles begann.

Wir schreiben das Jahr 2016: Während des Studiums packt Andi die Reiselust und er absolviert sein Praktikum in Neuseeland. Von dort aus ging es aber nicht zurück nach Österreich, sondern direkt nach Portugal, wo er in Ericeira als Fotograf in einem Surfcamp arbeitet. Bei Kathi war es anders. Sie ergatterte nach dem Studium ihren Traumjob und fand sich nach drei Jahren Agenturleben (Überraschung!) burn-out gefährdet. Ein 3-wöchiger Solo Trip nach Sri Lanka verändert ihr Leben und sie beschließt ihren Job zu kündigen, um Surfen zu lernen. Für sie ging es ebenfalls für die Saison nach Ericeira. In ein anderes Surfcamp. Wie das Schicksal so will, begegnen wir uns aber nie in Portugal.

Sieht besser aus als 5 Tage Büro!

Erst im Winter 2016/17 kreuzen sich unsere Wege in Nicaragua. Ein weiteres Jahr reisten wir – getrennt voneinander – rund um den Globus. Panama, Guatemala, Indo, Australien, Indien und noch vieles mehr. Wir leben vom Ersparten und Volunteer-Jobs.

Irgendwann kam der Punkt an dem wir uns fragten, ob der ganz normale Wahnsinn nicht doch auch seine Reize für uns mit sich bringen würde. So zieht es Andi Ende des Jahres 2017 und Kathi im Frühling 2018 zurück nach Österreich. In Salzburg finden wir Jobs als Angestellte und uns selbst bald in einem sich sehr rasch drehenden Hamsterrad wieder.

Die Ernüchterung oder Erleuchtung?

Binnen kürzester Zeit wird uns das klar, dass wir hier nicht glücklich werden. Blickt man sich um bekommen alle Kinder, heiraten und bauen Häuser, mit Geld, das ihnen selbst nicht mal gehört. Sie gehen auf Nummer sicher und sorgen vor. Doch genau dabei stellt es uns die Haare auf. Müssen wir jetzt schon bestimmen, wo wir in 20 Jahren sind? Nein!

 

Auf der nächsten Seite lest ihr, wie die beiden mit ihrem Job in Salzburg klargekommen sind.