Beobachtungen aus Bells Beach

Schluss war dann für Kelly…
am Ostermontag in Runde drei. Wieder kein Ergebnis wie wir es von dem Superstar des Surfens erwartet hätten. Aber irgendwie wirkt Kelly momentan auch nicht wie die surfende Maschine, die er früher einmal war. Plötzlich macht er Fehler, stürzt bei Tricks, die er eigentlich blind beherrscht oder will zuviel und wird Opfer des Risikos, das er eingeht. Manche meinten auch schon, dass er sich für seltsame Boards entscheidet und daher Opfer des Equipments wird (vielleicht wurde er deshalb auch bei Boardtests um die Ecke von Bells gesichtet). Der Kommentar des 44-Jährigen, der schon elf Weltmeistertitel holte, klang nach der Niederlage dann auch wenig euphorisch: “Es stimmt, dass ich seit ein paar Jahren keine Chance auf einen Weltmeistertitel hatte, also muss ich etwas ändern, um wieder nach vorne zu kommen. Vielleicht meinen Fokus. Meine Mutter schickte mir auch schon eine SMS und fragte, ob ich nicht ans Aufhören denken sollte. Um ehrlich zu sein, denke ich darüber seit 15 Jahren nach. Aber es gab nach 2000 auch eine Zeit, in der ich einfach nichts gewinnen konnte, und plötzlich ging es dann wieder.”
Kelly analysiert seine Niederlage und zeigt die Mützenmode des nächsten Jahres.