„Mit Ihrem Herz stimmt etwas nicht,“, sagte der Arzt, „die Herzklappen machen keinen guten Eindruck. Als wären sie von Bakterien befallen und angefressen.“ Die müssen wohl von der Infektion in meinem Bein auf das Herz übergesprungen sein, lautete die Theorie, die schnelles Handeln erforderte. „Sonst ist es zu spät“, meinte der Arzt, und so wurde mir sieben Tage nach dem kleinen Schnitt in Kuta Reef der Brustkorb geöffnet und ein Paar neue Herzklappen eingesetzt.“

Jeder Surfer wird sich irgendwann am Riff oder an den Finnen seines Boards schneiden.Vor solchen Wunden ist niemand gefeit, wichtig ist nur, selbst die kleinste Verletzung ernst zu nehmen – vor allem in den Tropen, denn je wärmer das Wasser, desto höher das Infektionsrisiko.

Was muss ich tun um schlimme Folgen eines Reefcut’s zu vermeiden?

Wer einen Reefcut davongetragen hat, muss zuerst die Wunde reinigen: Mit literweise Wasser ausspülen, vielleicht sogar mit einer neuen Zahnbürste von Schmutz oder Sand gründlich reinigen. Sei ruhig brutal – wenn Blut fließt, schwemmt es Fremdkörper aus der Wunde. Danach desinfizieren: In Tahiti schwören die Locals auf frische Limetten, deren Saft sie in die Wunde träufeln. Etliche Surfer haben Betadine als Desinfektionsmittel im Gepäck, andere benutzen Chinese Medicine, das jede Apotheke in Bali verkauft. Egal welches Mittel du benutzt, nimm die Desinfektion ernst und zwar nicht nur einmal, sondern so lange, wie die Wunde offen ist. Falls sich der Cut trotzdem entzündet, das Gewebe anschwillt oder sich nur die Farbe verändert, dann gehe zum Arzt! Sofort, ohne zu zögern. Eine entzündete Wunde, die richtig behandelt wird, kann vielleicht deinen Trip ruinieren, eine unbehandelte Entzündung dein ganzes Leben!

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