Der Tauchpionier Hans Hass kehrte 1930 nachhaltig beeindruckt aus der Karibik zurück. Was hat den guten Mann so begeistert: es waren die Haie. „Wir stellten fest, dass ihre Angriffslust ganz ungeheuer übertrieben wird“, sagte Hass damals. Es sind ebenso schöne und elegante wie scheue Tiere, so Hass weiter. 

Spielberg pflanzte mit seinem Machwerk „Jaws“  das Bild vom Killerhai in das kollektive Bewusstsein. Der Hai wurde in öffentlich als gefräßige Bestie wahrgenommen, die wahllos alles attackiert, was unter oder auf dem Wasser schwimmt.

Das erfolgreichste Raubtier dieses Planeten, der Mensch,  zählte damals bereits 4 Milliarden Exemplare und hatte seinen Habitat in die Weltmeere und bis zum Mond ausgedehnt. Die Industrialisierung verdrängte die großen Landraubtiere und in all unserer Veblendung nahmen wir den Hai als Gefahr in unserem neuen Zuhause wahr: dem Meer. Vielleicht ist die Angst vor dem Hai am Ende eine unterbewusste Projektion unserer eigenen Grausamkeit.

Alle hier dargestellten Attacken wurden von den Opfern überlebt: