Das erste künstliche Surfriff Europas sollte das kleine Seebad Bournemouth in ein Surferparadies verwandeln. Doch dann folgte ein Drama in 4 Akten.

Der erste Akt:

Wir schreiben das Jahr 2009 und sind an der Südküste Englands in dem Ort Bournemouth. Laut Plan sollte genau dort mit 1.4 Millionen Dollar das erste künstliche Surfriff Europas entstehen, um den ehemaligen Glanz des Seebades wieder herzustellen. Es gab damals schon Stimmen, die sagten, dass es für surfbare Wellen nicht nur ein Riff, sondern auch Swell braucht. Und in der Tat ist Swell an diesem Küstenabschnitt recht rar. Das künstliche Riff wurde aber trotzdem gebaut und kostete am Ende dann 4 Millionen Dollar. Dafür wurden etwa 230 Meter vor dem Ufer 55 gigantische Sandsäcke versenkt. Jeder einzelne war über 10 Meter lang und zusammen sollten sie einen perfekten A-Frame kreieren – die Betonung liegt auf „sollten“.

Der Plan war gut! Doch daran lag es nicht, dass alles anders kommen sollte.
Der Plan war nicht perfekt! Doch daran lag es nicht, dass alles anders kommen sollte.
Das Kunstriff im Querschnitt.
Das Kunstriff im Querschnitt.

Auf der nächsten Seite nimmt das Verhängnis seinen Lauf.