Diese Woche sind wir in Marokko, wo irgendwo an der Küste dieser Peak brach, ohne dass sich ein Surfer dafür zu interessieren schien.

Foto: Aline Bock

Gefunden hat diesen Spot Aline Bock, die…

schon seit dem Sommer in ihrem Camper auf der Suche nach Wellen durch Europa tourt. Nun hat sich noch einen kurzen Abstecher nach Afrika gemacht, um ihr Jagdrevier bis nach Marokko zu erweitern. Wie es ihr dort erging, erzählt sie aber besser selbst:

„Campen in Marokko ist total unkompliziert, es gibt so viele Campingplätze. Rund um Thagazout aber auch sehr viele Rentner – einmal haben wir dort das Durchschnittsalter eines Campingplatzes extrem nach unten gezogen. Dafür ist die Wellenqualität einfach fantastisch und wirklich jede Surfsession in Marokko war mehr als zufriedenstellend. Man findet auch immer wieder uncrowded Spots, wenn man ein bisschen auf Exploring-Modus schaltet. Das kann aber natürlich auch mit stundenlangen Autofahrten auf Sandpisten enden.

Der Spot auf dem Foto befindet sich etwa 2 Stunden südlich von Thagazout. Wir sind ein bisschen südlich von dem Peak ins Wasser gegangen. Es war eine Megasession, zwar nicht super groß, dafür aber kraftvoll und wir waren nur zu dritt im Lineup. Danach waren wir noch bei einem Local in seinem Wohnzimmer zum Tajine-Essen eingeladen. Und übernachtet haben wir auf einem 3 Kilometer entfernten Campingplatz, auf dem nur noch ein einziges weiteres Wohnmobil stand. Ansonsten war der Platz menschenleer.

Trotz all dieser positiven Erfahrungen habe ich aber auch die andere Seite von Marokko kennen gelernt. Mir hat es fast das Herz gebrochen, so viel Müll an den Stränden und neben den Straßen zu sehen. Einige Traveler sind auch krank geworden. Leider gehörte ich selbst auch dazu und war 24 Stunden komplett außer Gefecht gesetzt. Ob es am Essen oder an der schlechten Wasserqualität lag, kann ich nicht sagen. Marokko besitzt zumindest an den Surfstränden keine Kanalisation. Rund um Thagazout enstehen aber im Moment Ferienanlagen mit über 70.000 Betten. An einem Morgen, circa 4 Stunden südlich von Agadir roch bei einer Session das Meer so nach Kloake, dass es trotz perfekt laufender Wellen fast unerträglich war, länger im Wasser zu bleiben.“

Aline hat uns schon vor einigen Wochen ein Foto von ihrem Trip geschickt, da war sie noch in Schottland. Wer wissen will, wie es ihr im hohen Norden erging, erfährt das hier.

Und wer erfahren will, wie das Coverfoto der aktuellen Ausgabe von Prime-Surfing entstanden ist, der sollte sich die Friday Evening Wave von letzter Woche ansehen.