Wie sieht das perfekte Fatbike für einen Surftrip durch Afrika aus? Wir haben nachgefragt.

Fotos: Ronan Gladu

Die Crew

Ronan Gladu, Ewen LeGoff und Aurel Jacob sind drei Surfer aus Frankreich, die immer dort nach Wellen suchen, wo es kaum einen anderen Menschen hin verschlägt. So ließen sich die drei schon auf einer einsamen Inseln aussetzen oder segelten durch den Pazifik. Im letzten Sommer erkundeten sie nun die Küste Gabuns im Sattel ihrer Fatbikes.

Der Trip

Gabun liegt in Zentralafrika zwischen dem Kongo und Äquatorialguinea – also etwa auf der Höhe des ausgeprägten Knicks an der Westküste Afrikas. Zweieinhalb Monate waren die drei Surfer dort unterwegs und das in einer Region, in der es so gute wie keine Menschen oder Straßen gibt. Dafür aber unzählige Flussmündungen, die den Strand zerschneiden und durchquert werden müssen. „Du hättest keine Chance mit einem Motorrad oder einem Jeep. Selbst ein Boattrip ist unmöglich, weil es bei einem Sturm an der Küste keine geschützten Buchten als Rückzugsort gibt. Fatbikes sind die einzige Möglichkeit.“

Die Bikes

„Die Rahmen unsere Fatbikes waren aus Bambus“, erklärt Ewen. „Hauptsächlich weil wir immer möglichst auf natürliche Materialien setzen. Die waren auch nur ausgeliehen von drei Abenteurern, die darauf zuvor die ganze Erde umrundet hatten.“ Einerseits Glück, da die Bikes extrem robust ausgelegt waren. Andererseits Pech, da sie mit 18 Kilo gut ein Drittel schwerer waren als andere Fatbikes. An einen Elektromotor war auch nicht zu denken, da es keine Möglichkeit zum Laden der Akkus gegeben hätte.“

„Es war krass, wie hart die Biketouren waren. Teilweise fehlte uns die Kraft zum Surfen", lautete die Einschätzung nach der Tour.
„Es war krass, wie hart die Biketouren waren. Teilweise fehlte uns die Kraft zum Surfen“, lautete die Einschätzung nach der Tour.

Customizing

„Wir haben vor der großen Expedition einen wochenlangen Trip entlang des Atlantiks in Frankreich gemacht, um die Fatbikes auszuprobieren“, erzählt Ewen. „Da haben wir gelernt, dass man für das Fahren am Strand wirklich die breitesten Reifen braucht und dementsprechend aufgerüstet. Mehr Probleme machten die Anhänger, die im Prinzip für den Straßeneinsatz konzipiert waren und einfach viel zu schmale Reifen hatten. Das Beste, was wir schließlich finden konnten, waren Reifen von Rollstühlen, die für den Strand gedacht sind. Die sind zwar schwer, aber doppelt so groß, und das änderte alles.“

Auf der nächsten Seite geht es um die Strapazen, die der Trip mit sich brachte.