Gestern, am Dienstag, rollte der größte Swell des Winters auf Europas Küsten zu. Wir haben nachgeforscht, wie die Wellen waren.

Swellcheck Portugal

Der größte Swell, der in den letzten 35 Jahren auf Nazaré, Portugals Big-Wave-Mekka, zurollte, maß 21 Fuß bei einer Wellenperiode von 19 Sekunden. Das war 1995. Gestern trafen 19 Fuß mit einer Wellenperiode von 19 Sekunden auf die Küste. Kein Rekord also, aber ein mächtiger Swell, der Wellenfaces von 50 Fuß produzierte und ein Freakset, das alle anderen bei weitem überragte – doch dazu später mehr.

Morgens ging gar nichts

Der Onshore war das Problem. Einige Jetskis waren im Lineup, doch bald kehrten die Tow-Teams wieder in den Hafen zurück. Zuviel „lump and bump“ hieß es oder übersetzt: unsurfbar.

Morgens sah Nazaré nicht wirklich einladend aus.

Mittags wurde dann doch noch gesurft

Zwar nur wenige Wellen (keine 20), aber die schienen wie wilde Stiere zu buckeln, um die Surfer auf ihnen abzuwerfen.

Der größte Ritt könnte übrigens an ein herrenloses Surfboard gegangen sein.

Wem das Board eigentlich gehörte und wo der besitzer in diesem Moment ist, wissen wir leider nicht.
Wem das Board eigentlich gehörte und wo der Besitzer in diesem Moment ist, wissen wir leider nicht.

Und die cleanste Welle holte sich der Australier Jamie Mitchell.

Jamie meinte nach der Session: "Es war groß, sehr groß. Zu manchen Sets hätte man auch Tsunami sagen
Jamie meinte nach der Session: „Es war groß, sehr groß. Zu manchen Sets hätte man auch Tsunami sagen können.“

Die Session aus der Vogelperspektive

Das Höllenset am Abend

Es war kurz bevor die Sonne unterging, als sich ein Set aus dem Meer erhob. Allerdings nicht an der Stelle, an der schon den ganzen Tag Wellen gebrochen waren, sondern ein paar hundert Meter weiter draußen. Es war ein wahres Monster von einer Welle, und das letzte Tow-Team nahm Kurs darauf. Doch ganz knapp schafften sie es nicht, vor diesen Berg aus Wasser zu kommen. Wäre das ein Ritt auf einer 100-Fuß-Welle gewesen? Wer weiß!

Und auf der nächsten Seite sehen wir uns noch im Rest Europas um.